Um Gottes willen

Warum Menschen heute ins Kloster gehen

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 Borromäusverein e.V.
Was bewegt im 21. Jh. Frauen und Männer dazu, ihr Leben ganz Gott zu weihen? Die Journalistin und Autorin Stephanie Mende hat 16 von ihnen besucht und mit ihnen Gespräche über das Ordensleben und ihre Beweggründe dazu geführt. In ihrem Buch fasst sie diese Gespräche zusammen, immer wieder mit Zitaten durchsetzt, aber nicht als durchgängige Interviews - die ausführlichen Gespräche hätten sonst viel zu viel Platz eingenommen. In der komprimierten Schilderung ist es aber gut möglich, sehr umfassende Einblicke in die Lebenswege und die Ansichten der elf Frauen und fünf Männer (zwischen 26 und 92 Jahren) und so ein vielschichtiges Bild von modernem Ordensleben zu gewinnen. So unterschiedlich die Gesprächspartner/-innen auch sind, die grundsätzliche Lebensentscheidung, ihr Leben möglichst ganz von der Beziehung zu Gott her zu gestalten, ist bei allen als gemeinsame Mitte festzustellen. Überraschend mag für manche/n zu lesen sein, dass eigentlich alle das Ordensleben nicht als einengend empfinden, und tatsächlich hat man das Gefühl, dass alle Ordensfrauen und -männer ihre individuellen Stärken zu einer wirklichen Entfaltung bringen können. Bei allen ist die Überzeugung spürbar, den richtigen Weg gewählt zu haben - und selbst eine ehemalige Schwester, die nach einigen Jahren das Kloster wieder verlassen hat, sieht ihre Zeit im Kloster als wertvolle Etappe auf ihrem Lebensweg. Dabei wird aber kein idealisiertes Klosterleben ohne alle Schwierigkeiten gezeichnet, auch Probleme und Schwächen werden ehrlich geschildert. Am Ende der Lektüre gewinnt man ein Bild vom Ordensleben, das dessen Faszination durchaus ein Stück weit vermitteln kann, und das sich am besten zusammenfassen lässt in der Aussage "Nicht leicht, aber wunderschön". - In jedem Fall sehr lesenswert! Thomas Steinherr

(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusverein e.V. und dem Sankt Michaelsbund Diözesanverband München und Freising e.V. als Religiöses Buch des Monats September 2020)

Warum gehen Menschen ins Kloster - nicht nur für ein hippes Schweigewochenende, sondern ein ganzes Leben lang? Was bewegt moderne Menschen dazu, sich einem religiösen Orden anzuschließen? Dauerhaft auf Ehe, Familie, Besitz und Selbstbestimmung zu verzichten?

Stephanie Mende hat 16 Frauen und Männer getroffen, die sich für das Ordensleben entschieden haben. Von 23 bis 92 Jahren, vom Physiker bis zur Bierbrauerin, mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen, Charakteren und Beweggründen.

In diesem Buch erzählen sie von ihrem persönlichen Weg und antworten auf spannende Fragen - wann und warum sie den Ruf in dieses ungewöhnliche Lebensmodell verspürt haben, welches ihre größten Herausforderungen sind, wie der Alltag im Orden aussieht, ob sie die Entscheidung je bereut haben und was sie glücklich macht.

Mende, Stephanie
liebt spannende Lebensgeschichten. Ob als Journalistin, Hörbuch- oder Buchautorin ist sie stets neugierig und interessiert sich für die Geschichten hinter der Geschichte. Als Systemischer Coach und Entspannungstrainerin gibt sie Kurse im klösterlichen Umfeld, wodurch die Idee zu diesem Buch entstand. Foto: Dieter Nothhaf
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