Leuchten über Blackpool

Roman

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 Borromäusverein e.V.
Eine demente Frau und ihr Enkel kämpfen um erinnern und vergessen.
Die über 80-jährige demente Anne Quirk lebt in einem schottischen Seniorenheim. Wieder und wieder erzählt sie ihrer Nachbarin und Freundin Maureen von ihrer Vergangenheit als berühmte Fotografin. Annes Enkel Luke kehrt nach einem Militäreinsatz in Afghanistan, der in einem Blutbad endete, traumatisiert zurück nach Schottland. Er will vergessen, während Anne versucht, die Vergangenheit wiederzufinden. Luke fährt mit ihr nach Blackpool, um ihr zu helfen, sich an ihre Karriere als Fotografin zu erinnern und an die große Liebe zu einem Fotografie-Pionier und ehemaligen Spionage-Piloten namens Harry. Bei diesem Ausflug findet Luke nicht nur die Wahrheit über Annes Vergangenheit und den sagenhaften Harry heraus. Er trifft auch seine Kameraden aus Afghanistan und muss sich den entsetzlichen Erinnerungen stellen. - Die beiden Erzählstränge laufen bis zur gemeinsamen Reise nebeneinander her. Annes Geschichte wird feinfühlig erzählt; grandios vermittelt die Erzählweise die Sprunghaftigkeit ihrer Erzählungen, die übergangslos aus der Gegenwart in die Vergangenheit wechseln - und umgekehrt. Die Erzählabschnitte in Afghanistan sind spannend, actionreich und mit derben Dialogen zwischen den Soldaten gewürzt. - Der Originaltitel "Illuminations" ist in seiner Doppeldeutigkeit passender als die deutsche Übersetzung: Es geht um die Illuminationen der Stadt Blackpool, um Leuchtspurmunition und den Widerschein von Explosionen, aber auch um Erhellen und Aufklären. Andrew O'Hagan gelingen zwei vielschichtige Charakterstudien und eine nachdenkliche Geschichte um Erinnerung, Loyalität und Verlust. Nicht zuletzt ist es ein eindrückliches Plädoyer gegen die Sinnlosigkeit und Grausamkeit des Krieges, versetzt mit feinem Humor und mit hoffnungsvollem Ende. (Übers.: Anette Grube)


In seinem neuen Roman schildert der preisgekrönte schottische Autor und zweifache Booker Prize-Nominee Andrew O'Hagan die Geschichte zweier Menschen zwischen Erinnerung und Vergessen - ein brisanter Aufschrei gegen den Krieg und die Gesellschaften, die ihn begünstigt haben, und eine vielschichtige, virtuose Erzählung über Familie, Verlust, Geheimnisse und Vergebung.

In jungen Jahren war Anne Quirk eine außergewöhnliche Fotografin, heute bleiben ihr nur noch Lichtblitze von der Vergangenheit. Die fortschreitende Demenz scheint sie jedoch auch vor allzu unliebsamen Erinnerungen zu schützen. Als ihr geliebter Enkel Luke, Captain in der britischen Armee, aus Afghanistan nach Schottland zurückkehrt, reisen beide nach Blackpool - an den Ort, wo Anne einst ihre Dunkelkammer hatte. Und es ist dort, wo lang verborgene Geheimnisse allmählich ihren Weg ans Licht finden.

O'Hagan, Andrew
Andrew O'Hagan, 1968 in Glasgow geboren, lebt in London. Gleich mit seinem Debüt 'Dunkles Herz' schaffte er es auf die Shortlist des Man Booker Prize. Seine Romane werden als Meisterwerke der Empathie gefeiert, in denen der Schotte wie kaum ein anderer mit elegantem Humor und leisem Pathos die Konturen unserer Gegenwart einfängt. Darüber hinaus hat sich der Assange-Ghostwriter und Internet-Insider mit faszinierenden Essays und spannenden Reportagen, die u.a. in 'Granta', 'The Guardian' oder 'The New Yorker' erschienen, einen Namen gemacht. Kein Weg ist ihm zu abseitig, kein Mittel zu unkonventionell, um mit geradezu forensischem wie unbestechlichem Blick den Dingen auf den Grund zu gehen.

Der Grundton von Menschenfreundlichkeit und die völlige Absenz von Zynismus machen den Roman sympathisch und lesenswert. Sigrid Löffler Deutschlandfunk Kultur 20180802
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