Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus

Das Leben der Ise Frank. Ein biografischer Roman

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Tanja Huckemann
Geschäftsführerin
borro medien gmbh, Bonn
Zum 100jährigen Jubiläum in diesem Jahr nimmt Jana Revedin bewusst Ise Gropius als Hauptfigur ihres historischen Romans der 20er Jahre. An ihr entwickelt sich die Geschichte rund um das Staatliche Bauhaus und Walter Gropius. Mit klaren Bildern zeigt die Autorin die Gratwanderung einer lebensfrohen, begabten Frau, die immer zerrissen ist zwischen ihrem Können und der Realität.
1919 hatten sich Frauen mit Beginn der Weimarer Republik Wahlrecht und Lehrfreiheit erstritten, was zwar flott umgesetzt, aber in der Konsequenz über Jahre auch in den aufgeschlossenen Gesellschaftsschichten nicht gelebt wurde. Zu tief saßen hier Verhaltensmuster und Prägung.
Ise Frank, die als Buchhändlerin in München lebt und arbeitet, führt ein durchaus unabhängiges Leben, als sie 1923 in ihrer Heimatstadt Hannover Walter Gropius kennenlernt. Er ist hingerissen von ihrem Elan, ihrer Kreativität und hat doch nicht die Größe sie neben sich wirken zu lassen. Sie ist die Muse, nimmt sich beruflich und als seine zweite Ehefrau zurück – ganz selbstverständlich trotz ihrer Kompetenz in vielen Bereichen. "Ise, ich brauche dich", sagt Walter und so steht "Frau Bauhaus" an seiner Seite, als sie der Bankrott 1923 in Weimar und fünf Jahre später auch in Dessau trifft. Eine Fehlgeburt erträgt sie ebenso wie seine Affären – und zerbricht nicht daran.
Der Schwerpunkt dieses Romans liegt ganz klar in der ersten Hälfte. Hier wird gegründet, was sich in der zweiten Hälfte auch bedingt durch die politischen Rahmenbedingungen des Naziregimes und der Exilbewegung rasant schnell entwickelt.
Ein wirklich unterhaltsam zu lesender Roman deutscher Kultur- und Zeitgeschichte!
 

Die sechsundzwanzigjährige Ise Frank, Tochter einer großbürgerlichen jüdischen Familie, beginnt im München der frühen 1920er-Jahre eine Karriere als Buchhändlerin und Rezensentin. Ihr Leben erfährt eine neue Wendung, als sie den Architekten und Bauhausgründer Walter Gropius kennenlernt. Heute ist ihr Name vergessen: Doch Ise Frank war weit mehr als die Ehefrau von Walter Gropius und Sekretärin der berühmten Architektur- und Designschule. Als Journalistin und Autorin bestimmte sie den Kurs des Bauhauses entscheidend mit. Vor allem aber stellte sie sicher, dass seine bahnbrechenden Gestaltungs- und Lehrideen in der Nazizeit - und auch danach - nicht in Vergessenheit gerieten. Ise Frank, nur scheinbar Randfigur, tritt in diesem biografischen Roman erstmals in den Mittelpunkt.

Jana Revedin, geboren 1965 in Konstanz, ist eine deutsche Architektin, Theoretikerin und Schriftstellerin. Nach dem Studium von Architektur und Städtebau in Buenos Aires, Princeton und Mailand promovierte und habilitierte sie an der Universität Venedig und ist heute ordentliche Professorin für Architektur und Städtebau an der Ecole spéciale d architecture Paris und an der Ecole supérieure d architecture der Universität Lyon. Sie ist Verfasserin von Standardwerken der Architekturtheorie und hat sich auf die Reformarchitektur der Moderne spezialisiert. Jana Revedin wurde zur Ritterin der französischen Ehrenlegion Chevaliers des Arts et des Lettres geschlagen, sie erhielt die Medaille der Academie d Architecture Paris für herausragende Leistungen zur Entwicklung des kritischen Diskurses in Architektur und Städtebau und ist UNESCO Delegierte zur Forschungs- und Lehrkommission der UIA International Union of Architects. Sie lebt in Wernberg, Kärnten und Venedig.

"Der perfekte Einstieg in das kommende Bauhaus-Jubiläumsjahr."
Rosemarie Tuchelt, HR2 Kultur

"Es ist der Verdienst dieses schmalen, aber reichen Romans, Ise Frank aus dem Halbschatten in Gropius Rücken endlich ins Licht gerückt zu haben."
Andreas Schäfer, DLF Kultur

"'Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus' eignet sich famos zur Einstimmung auf das Bauhaus-Jahr 2019."
Nina May, RND

"Jana Revedin gelingt es mit ihrer bilderreichen, präzisen und einfühlsamen Sprache hervorragend, das Zeitkolorit der 20er-Jahre aufscheinen zu lassen."
Joachim Dicks, NDR Kultur

"Die exemplarische Geschichte einer Frau, die bahnbrechende Entwicklungen vorantrieb, bislang aber viel zu wenig beachtet wurde."
Renata Schmidtkunz, ORF 1

"[Jana Revedin] erzählt dramaturgisch geschickt und mit großer Leichtigkeit, dabei voller Tiefe. Ein Eindruck, der noch lange nachwirkt."
Anja Dürrmeier, BAYERISCHER RUNDFUNK

"Literatur, die Weltgeschichte erzählt: Dieser Roman kann das."
Jörg Braunsdorf, BERLINER KURIER
"Wunderbar, wie die [...] Autorin das literarische Fach beherrscht. Sie schenkt ihrem Publikum ein Buch, das an eine fast vergessene, bedeutende Frau erinnert."
Harald Loch, NEUES DEUTSCHLAND

"Ein interessantes Buch über eine spannende Zeit, dicht und emotional."
Ute Pfeiffer, DEUTSCHE WELLE Kultur

"Wer vor allem über Gropius' legendäre Ehefrau, die Schriftstellerin und Lektorin Ise Frank, mehr wissen möchte, liest 'Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus'."
Ralf Schlüter, ART

"Was Revedins Buch [...] wunderbar gelingt, ist, einen Hauch der Zeit durch die Geschichte wehen zu lassen."
Petra Kohse, BERLINER ZEITUNG

"Das Buch [...] vermittelt das emanzipierte, moderne Lebensgefühl seiner Zeit."
Marco Müller, WDR 3 Kultur

"Ich hatte von Ise Frank noch nie gehört und habe nach der Lektüre das Gefühl, dass ich sie wirklich gut kennengelernt habe."
Manuela Reichart, RBB KULTURRADIO

"Ich liebe dieses Buch. Das Bauhaus springt uns aus jeder Seite entgegen und damit nicht genug: Es aus den
Augen einer Frau zu erleben, ist besonders bereichernd."
Charles Landry, Architekturpublizist ('The Art of City Making', 'The Creative City')

"Rasende Reporterin und Genie der Vermarktung: Jana Revedin hat mit Ise Frank eine Hauptfigur des Bauhauses endlich ins verdiente Licht gerückt - und eine berückende literarische Figur geschaffen."
Andreas Schäfer, DLF Kultur

"Wie über so viele Frauen berühmter Männer gibt es auch zu Ise Gropius weit mehr zu berichten, als es die Geschichtsschreibung lange wahrhaben wollte."
Michael Kohler, KÖLNER STADT-ANZEIGER

"Jana Revedin gelingt es mit ihrer bilderreichen, präzisen und einfühlsamen Sprache hervorragend, das Zeitkolorit der 20er-Jahre aufscheinen zu lassen."
Joachim Dicks, NDR Kultur

"Jana Revedin hat Fakten und Fiktion zu einem biografischen Roman über eine ungewöhnliche Frau erdichtet, der elegant in die Zeit und Denkweise der damaligen Akteure einführt."
P. M. History

"Eine spannende Lebensgeschichte, romanhaft erzählt."
Eva Rei
k, KÖLNER STADT-ANZEIGER

"Diesen Roman empfehle ich allen Lesern, die sich für Kunst, Architektur und Geschichte des 20. Jahrhunderts im Allgemeinen [...] interessieren - vor allen Dingen aber ist dieses Buch die Biographie einer interessanten und starken Frau."
Katja Fischer, SACHSEN FERNSEHEN

"Eine Geschichte über eine starke Frau, erzählt von einer ebensolchen."
Simone Graff, Stuttgarter Buchwochen

"Jana Revedin kann - und das ist eine große Stärke dieses Buchs - in ihrem neuen Werk zwei Leidenschaften verbinden, jene für die Architektur und jene für das Schreiben."
Dr. Heimo Strempfl, Robert Musil Literaturmuseum Klagenfurt

"Mit ihrem geradlinigen und grandiosen Sprachstil begeistert [Jana Revedin] nicht nur architektur- und kunstbegeisterte LeserInnen. Sie macht den Zeitgeist und Stolz dieser faszinierenden Epoche [...] deutlich spürbar."
Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt
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