Immer noch wach

Roman

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 Borromäusverein e.V.
Mit gerade mal 30 Jahren erhält Alex die Diagnose Magenkrebs, unheilbar, Lebenserwartung: sechs Monate. Nachdem er als Kind seinen Vater qualvoll an Magenkrebs sterben sah, entscheidet er sich dafür, noch vier Monate mit seiner Lebensgefährtin und seinem besten Freund zu verbringen und dann in ein Hospiz zu gehen, um allein zu sterben. Alex erledigt alles, was ihm noch wichtig ist, feiert ein Abschiedsfest und geht. Dabei lässt er seine todtraurige Freundin Lisa und seinen verzweifelten Freund Bene zurück. Im Hospiz ist er zunächst sehr für sich, lernt nach und nach die anderen Gäste kennen, die über kurz oder lang versterben, bis auf seinen Freund Kasper. Doch plötzlich ist alles anders: Die Krebsdiagnose war falsch, der Magentumor ist gutartig, Alex muss noch nicht sterben. Verwirrt will er nach Hause zurückkehren. Doch inzwischen sind Lisa und Bene ein Paar. Wo soll er nun hin? Kasper stellt ihm seine Kreditkarte zur Verfügung und damit kann er die letzten Wünsche seiner Freunde aus dem Hospiz erfüllen. Und dann wendet sich das Blatt erneut ... - Ein fesselndes, tiefgründiges Buch, das anregt, über Leben und Sterben nachzudenken. Der Autor springt in kurzen Kapiteln gekonnt zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her, ohne den roten Faden zu verlieren. Breit empfohlen und unbedingt lesenswert. Dorothee Rensen

(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusverein e.V. als Roman des Monats November 2021)

 

WAS WÜRDEST DU TUN, WENN DEINE ZEIT FAST ABGELAUFEN IST - UND DANN STELLT JEMAND DIE UHR ZURÜCK?Noch ein paar Wochen Glück Alex ist gerade 30 geworden, hat mit seinem besten Freund ein Café eröffnet, plant die Zukunft mit seiner Freundin Lisa. Und jetzt muss er sterben. Die Diagnose verändert alles, und Alex trifft eine überraschende Entscheidung: Er will die verbleibende Zeit auskosten, sich dann verabschieden und in ein Hospiz gehen.Er schreibt eine Liste, steht vor der großen Frage, was wirklich wichtig ist, wenn die Lebenszeit abläuft. Mit wem möchte er seine letzten Tage verbringen? Was noch klären? Und was macht ihn eigentlich glücklich? Sein bester Freund Bene und seine Freundin Lisa sind zunächst gar nicht einverstanden mit Alex' Weg, möchten lieber bis zum Schluss beim ihm bleiben. Trotzdem versuchen sie, möglichst viele dieser kleinen Alltagsmomente mit ihm zu erleben, die plötzlich so kostbar sind - bis er sein Leben hinter sich lässt und sich auf den Weg macht an den O
rt, an dem er sterben möchte. Das Licht vor dem Ende des Tunnels Im Hospiz bezieht Alex sein letztes Zimmer. Er knüpft Kontakte, lernt Menschen kennen, die den kleinen Rest ihres Lebens hier verbringen, und er knüpft Freundschaften; vor allem zu Kasper, jenem störrischen alten Mann, der so gerne noch einmal die Welt umsegelt hätte. Doch der Tod lässt auf sich warten; und dann überlegt das Schicksal es sich einmal mehr anders und schenkt Alex Lebenszeit. Aber wo anfangen, wenn man bereits abgeschlossen hat? Wenn man nicht einfach zurück kann ins alte Umfeld, weil man für die Menschen dort tot ist? Es ist der sterbenskranke und doch so lebendige Kasper, der Alex schließlich auf eine Idee bringt ... Beglückende Momente in dunkeln StundenDu wirst sie von der ersten Seite an ins Herz schließen, Alex und seine Lieblingsmenschen Bene und Lisa. Und du wirst mit ihnen fühlen bis ins Innerste; die Verzweiflung, die Liebe, die Wut und die Hoffnung. Fabian Neidhardts Debüt stellt dich vor g
roße Fragen und große Trauer. Und es tröstet dich damit, dass es die kleinen Dinge sind, die am Ende wirklich bedeutsam sind. Und vielleicht auch gerade die, die dir selbstverständlich erscheinen: Wie dich deine Freundin weckt, wenn du schlecht träumst. Wie sie mit dir tanzt, auch wenn du bei der Verteilung des Rhythmusgefühls leer ausgegangen bist. Und wie dich dein bester Freund im Arm hält, wenn die Tränen kommen. In leiser, eindringlicher Sprache erzählt Fabian Neidhardt eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und der Kraft des Zusammenhalts - tieftraurig, herzerwärmend schön und vor allem immer: Mut machend. Einen Augenblick lang fühlst du mit Alex, denkst: Es ist allein meine Entscheidung, wie ich mit dieser Krankheit umgehe. Sekunden später empfindest du wie Lisa, willst Alex schütteln, ihn anschreien: Kämpfe! Versuch es doch wenigstens! Beides tut weh, macht aber zugleich eine unbändige Lust aufs Leben. Linda Müller - Programm/LektoratFabian Neidhardt gelingt das Kunsts
tück, ungeschönt von Abschied und Neubeginn zu schreiben - und durch diese harte und witzige und aufwühlende Geschichte ein Menschenleben in packender Weise erfahrbar zu machen. Er meistert einen erstaunlichen Balanceakt: Einfühlsam und rasant erzählt der Roman von nichts Geringerem als dem finalen Ende - und davon, wie fantasievoll widerspenstig man dem Tod begegnen kann.Robert Prosser

Schreibt mit links, seit er einen Stift halten kann, und erzählt Geschichten, seit er 12 ist. 1986 als erster von vieren in eine polnisch-italienische Familie geboren, lebt in Stuttgart. Nach dem Volontariat beim Radio studierte er Sprechkunst und Kommunikationspädagogik an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart und Literarisches Schreiben am Literaturinstitut Hildesheim. Bis Mai 2019 absolvierte er die Ausbildung zum Storyliner bei der UFA Serienschule in Potsdam. Seit 2010 sitzt er als Straßenpoet mit seiner Schreibmaschine in Fußgängerzonen und schreibt Texte auf Zuruf. 2019 entwickelte er den Prosaroboter, der auf Knopfdruck Geschichten ausdruckt. 2020 ist er Stipendiat des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

"Mit großer Achtsamkeit und viel Gespür folgt Fabian Neidhardt dem Schicksal seiner Figuren." SWR2, Silke Arning "Wenn einer, der so viel Lebensfreude hat wie Fabian Neidhardt, ein Buch über das Sterben schreibt, dann wird daraus große Kunst. ,Immer noch wach' erzählt leichtfüßig vom Schwermütigen, ist tragikomisch, gefühlvoll und voller Warmherzigkeit." Mareike Fallwickl "Menschen sind verwundbar, immer. Fabian Neidhardt schaut da hin, wo wir am verwundbarsten sind. Dort gibt es Kontakt, eine tiefe Verbindung zu anderen, aber auch Schmerz. ,Immer noch wach' versucht auszuloten, bis wohin man bereit ist zu gehen und wie sehr das eigene Leben wirklich nur einem selbst gehört." Selim Özdogan ",Immer noch wach' ist ein zutiefst aufbauender Roman, der geradezu perfekt in diese Zeit passt!" Frank Menden, stories! Die Buchhandlung
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