Ich bin von hier. Hört auf zu fragen!

  • Sofort lieferbar
13,00 €
inkl. MwSt.

Deutsche heißen Günter und Gaby, aber eben auch Fatma und Fatih
Die Art, wie wir über Migration, Geflüchtete und Integration reden, zeigt: Wir haben ein Wahrnehmungsproblem. Wir tun so, als könnten wir ernsthaft entscheiden, ob wir Migranten im Land haben wollen oder nicht, und wenn ja, wie viele wir davon vertragen. Das ist Blödsinn. Sie sind längst da - und ein Teil des "wir". Die Vorstellung von einer "weißen" Aufnahmegesellschaft, in die Migranten reinkommen, ist eine Art deutsche Lebenslüge, sagt Ferda Ataman. Wie viele andere Deutsche, die mit einem ausländischen Namen aufgewachsen sind, reißt ihr langsam der Geduldsfaden. Sie hat es satt, dauernd erklären zu müssen, wo sie eigentlich herkommt, wie sie zu Erdogan steht oder was sie vom Kopftuch hält. Nur wegen ihres Namens oder des Geburtslandes ihrer Eltern. In ihrer pointierten Streitschrift stellt Ataman fest: "Wir haben ein Demokratieproblem, kein Migrationsproblem. ABER: Wir sind weltoffener, als wir denken. Also Schlus
s mit Apokalypse."

Ataman, Ferda
Ferda Ataman ist Publizistin und lebt in Berlin. Sie ist Sprecherin der »Neuen Deutschen Organisationen«, einem bundesweiten Netzwerk von zahlreichen Initiativen, die sich für Vielfalt und gegen Rassismus engagieren. Sie hat außerdem den Verein »Neue deutsche Medienmacher« mitgegründet, eine Initiative für mehr Vielfalt in den Medien. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft arbeitete sie als Journalistin bei der Zeitung Der Tagesspiegel und Spiegel Online, war Redenschreiberin bei Integrationsminister Armin Laschet (CDU) und Referatsleiterin in der »Antidiskriminierungsstelle des Bundes«. 2012 baute sie den »Mediendienst Integration« auf - eine Informationsplattform für Journalisten zu den Themen Migration, Integration und Asyl. Seit 2018 schreibt sie bei Spiegel Online die »Heimatkunde«-Kolumne. 2019 hat Ferda Ataman die Streitschrift Hört auf zu fragen. Ich bin von hier!

Sie schreibt mit spitzer Feder; ihre Kritik ist messerscharf. Gleichzeitig legt sie viel Humor an den Tag Nina Fargahi NZZ am Sonntag 20190630
  • Das könnte Sie auch interessieren
C:\Internet\bonifatius\web\www_media\