"Ich bin halt so ein Arbeitsleistungsmensch"

Subjektive Krankheitstheorien und Therapieerwartungen nach beruflichen Krisen. Dissertationsschrift

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Leiden ist schwer messbar - besonders, wenn es psychisch ist. Empirisch zugänglich ist hingegen die jeweilige Erklärung der Betroffenen dafür, woher das Leiden kommt und was für sie hilfreich und womöglich "heilend" sein kann. Der eine Patient möchte stabilisiert werden, um schnellstmöglich wieder zu arbeiten ("Reparatur"), der andere sucht einen Raum, um zur Ruhe zu kommen ("Erholung"). Für wieder andere Patientinnen steht im Fokus, den Lebensalltag zu bewältigen ("Krankheitseinsicht"), oder sie sind eher bemüht, sich aktiv mit der eigenen Person zu konfrontieren ("Selbstfindung"). Eines gilt dabei in allen Fällen: So unterschiedlich die individuellen Erwartungen der Patientinnen und Patienten an die psychosomatische Klinik im Kontext subjektiver Krankheitstheorien sind, so verschieden sind die therapeutischen Strategien und Herangehensweisen, die sie nahelegen. In ihrer Forschung hat Nora Alsdorf die subjektiven Krankheitstheorien und Therapieerwartungen von erwerbstätigen, psyc
hisch Erkrankten empirisch erhoben, systematisiert, typisiert und im Kontext der gesellschaftlichen Entwicklungen interpretiert.

Alsdorf, Nora
Dipl.-Soz. Nora Alsdorf ist Projektkoordinatorin und Mitarbeiterin der Studie »Arbeit und Leben in Organsiationen 2011« am Sigmund-Freud-Institut und Doktorandin an der Universität Frankfurt/Main.

Schiersmann, Christiane
Prof. Dr. phil. Christiane Schiersmann ist Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Weiterbildung und Beratung an die Universität Heidelberg.

Möller, Heidi
Prof. Dr. phil. Heidi Möller, Psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin, Coach, Organisationsberaterin und Supervisorin, ist Professorin für Theorie und Methodik der Beratung an der Universität Kassel.

Busse, Stefan
Prof. Dr. rer. nat. habil. Stefan Busse, Diplom-Psychologe, lehrt an der Hochschule Mittweida und ist dort Leiter der Zertifikatsstudiengänge »Supervision und Coaching« und »Training für Kommunikation und Lernen in Gruppen«, Direktor des Instituts für Soziale Kompetenz, Kommunikation und Wissen (KOMMIT) sowie Supervisor, Coach und Ausbilder.

Haubl, Rolf

Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl ist Gruppenlehranalytiker, Gruppenanalytischer Supervisor und Organisationsberater. Er lehrte lange Jahre Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt/Main und war Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt/Main.
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