Heilen im Schlaf

Traumheilungen in christlichen Quellen der Spätantike

  • Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag am 31.12.2023.
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Heilkulte kannte die heidnische Antike ebenso wie das Christentum. Die literarischen Quellen sowie die archäologischen Befunde zeigen, dass sich in Spätantike und Frühmittelalter gerade dieser Aspekt von Heilung neben der sonst praktizierten, eher wissenschaftlichen Medizin äußerst lebendig behauptete und in den christlichen Kontext integriert wurde. Dies gilt besonders für die Praxis des Heilschlafes, der Inkubation. Besucher christlicher Heiligtümer legten sich in ähnlicher Weise wie in paganen Kultstätten in eigens dafür vorgesehenen Räumen oder unmittelbar in der Kirche schlafen, um im Traum einen Hinweis zu ihrer Heilung zu erhalten oder im Schlaf von dem Heiligen geheilt zu werden. Der theologisch wichtigste Unterschied war die Umdeutung der lokalen Gottheiten in Heilige und der beständige Bezug auf Christus. Die in diesem Band erstmals in einer deutschen Übersetzung vorliegenden Quellen erzählen in farbenfrohen und phantasievollen Berichten (oft auch gerade der einfachen Le
ute) von den wunderbaren Heilungen in Schlaf und Traum und vermitteln damit ein lebendiges Bild der spätantiken Welt.

Markschies, ChristophChristoph Markschies, geb. 1962, ist Professor für Ältere Kirchengeschichte und Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin.
Markschies, ChristophChristoph Johannes Markschies (1962) ist ein deutscher evangelischer Theologe. Von 2006 bis 2010 war er Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin. 2011 wurde er zum Vizepräsidenten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gewählt.
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