Gott? - Die religiöse Frage heute

Die religiöse Frage heute

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 Borromäusverein e.V.
Sammelband mit 135 Beiträgen unterschiedlichster Art über die Gottesfrage.
"Die Frage nach Gott ist nicht erledigt. Ganz im Gegenteil!", schreibt Norbert Scholl in diesem Sammelband zum siebzigjährigen Bestehen der Zeitschrift 'Christ in der Gegenwart'. Sein Rückblick auf ein halbes Jahrhundert Theologiegeschichte zeigt ihm, dass die Gottesfrage gerade anfängt, interessant zu werden. Das zeigen die 135 kurzen (3 – 10 Seiten) Beiträge dieses Lesebuchs, das Johannes Röser, Chefredakteur der Zeitschrift, zusammengestellt hat. Ein üppiges, intelligentes, forderndes und vor allem höchst lesenswertes Werk, in dem die Gottesfrage von Zeitgenossen – u.a. den Schriftstellern Ulla Hahn und Patrick Roth, den Politikern Winfried Kretschmann und Sebastian Kurz, den Bischöfen Gerhard Kardinal Müller und Manfred Scheuer, dem Theologen Thomas Ruster und dem Philosophen Volker Gerhardt ... – nein, nicht beantwortet, aber aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, theologischen und philosophischen Vorannahmen, Lebens- und Glaubenserfahrungen diskutiert wird.

Die unglaubliche Fülle der Beiträge mag zunächst erschlagend wirken, doch wer zu blättern beginnt, wird bald hängenbleiben, an einem Namen, einer Überschrift oder einem Stichwort. Bei Ulla Hahns Gedicht „Mein Gott“ zum Beispiel, in dem es heißt: "Wofür das alles? Dein Leben / Leiden Sterben / Für den / der fragt / sagt er und lächelt / befreit / von seinem Kreuz / nimmt mich / in seine Arme / flüstert mir ins Ohr: / Irgendwann / stell ich dich meinem Vater vor." Bei einem Beitrag über die Andacht, die den Weg zu Gott bahnt, aus der Feder des Alttestamentlers Ludger Schwienhorst-Schönberger oder bei der Kirchenhistorikerin Barbara Henze, die über das Gespräch als Weg, Gott zu suchen, schreibt.

Auch bei den nur aus kurzen, auf die Länge von Twitter-Nachrichten getrimmten Sätzen des Theologen Andreas Benk fängt man unwillkürlich an zu lesen: "Biblische Gottesgeschichten sind Hoffnungstexte. Aber nicht für uns." – "Ich bin Theologe: weiß, Mann, heterosexuell, lebenszeitlich verbeamtet, jenseits der 60 und mit satter Pensionserwartung. Wie kann ich es wagen, biblische Gottesgeschichten für mich in Anspruch zu nehmen?"

Andere Beiträge setzen sich mit den Erkenntnissen der modernen Naturwissenschaft (Evolution, Urknall, Relativitätstheorie usw.) und deren Folgen für die Rede von Gott auseinander oder mit Kunst und Literatur.
Diese Annäherungen an Gott stehen alle unter der Grundannahme, dass Gott sich mit den Begriffen der Welt nicht fassen lässt. Der Fundamentaltheologe Ulrich Willers betont das in einem Brief an einen atheistischen Freund: "Wenn man’s begreift ..., dann ist's nicht Gott. Berühren ..., ein bisschen, das scheint möglich." Und: "Gott ist kein Problem, wird besser als Geheimnis benannt, nie aufzudröseln, zu lüften, aber tief und tiefer auszuloten".

Das Geheimnis tiefer und tiefer auszuloten, genau das leisten die Beiträge in diesem Band. Dabei ergänzen sie sich, widersprechen sich auch, argumentieren auf unterschiedlichen Niveaus, fordern das Denken heraus – aber überfordern nicht, wie man es von Beiträgen in 'Christ in der Gegenwart' gewohnt ist. Anregende, sehr empfehlenswerte Lektüre! Borromäusverein

Diözesanverband München und Freising e.V.
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Ursula Bollrath
Buchhändlerin
Bonifatius Buchhandlung, Dortmund
Die Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ feiert ihren 70. Geburtstag.
Aus diesem Anlass hat ihr Chefredakteur in diesem Buch Texte von Personen aus den verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens, wie Schriftsteller, Politiker; Naturwissenschaftlern und Theologen u.v.a. gesammelt, die sich hier mit der Frage aller Fragen nachgehen - der Frage nach Gott!
Ist das Thema auch gleich, so sind die Antworten  oder auch die Antwortversuche wie der einzelne Mensch ganz verschieden.
Ein gut lesbares Buch für jeden, der sich mit der Frage nach Gott befasst.

Was verliert eine Kultur, eine Gesellschaft, ein Staat, wenn Gott mehr oder weniger sang- und klanglos aus dem Leben der Bürgerinnen und Bürger verschwindet? Und was könnten sie gewinnen, wenn der Sinn für die Gottesfrage wächst? 135 Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens gehen diesen Fragen nach und lassen Hoffnungen und Zweifel, Erfahrungen und Enttäuschungen, Sehnsüchte und Erwartungen zur Sprache kommen - Trost, Ermutigung und Anregung für viele, die sich mit dem Verdrängen des Lebenswichtigsten nicht abgefunden haben: ob es einen wahren, ewigen Grund gibt für die menschliche Existenz, für Geist und Materie, für das Dasein des Universums.
"Die Beiträge dieses Buches widmen sich der Frage aller Fragen: Gott? Dabei wird deutlich, es ist in erster Linie ein Tasten und Suchen, ein Ahnen und Vermuten, ein Versuch zu erkennen jenseits eines plakativen, manchmal auch nur vermeintlichen Wissens. Glauben aber funktioniert nicht
ohne Wissen. Und Wissen gibt es nicht ohne Glauben. In dieser Spannung nähern sich die Texte dem, was das Menschsein vielleicht doch unbedingt angeht. So ist ein wahres 'Gottes-Lesebuch' entstanden in einem weiten Spannungsbogen, voller Unruhe und Neugier. Diese Publikation fördert den Dialog über ein modernes Christsein in einer modernen Welt." (Johannes Röser, Chefredakteur)
Dieses Buch ist entstanden aus Anlass des siebzigjährigen Bestehens der Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART. Sie ist allen Reformkräften verbunden, die für Gewissenserforschung, Wahrhaftigkeit, Freimütigkeit und religiöse Erneuerung eintreten. Als unabhängige und überregionale Wochenzeitschrift beleuchtet sie die Horizonte hinter den Schlagzeilen und richtet sich an alle, die einen persönlichen christlichen Lebensstil und ein zeitgemäßes Glaubensverständnis angesichts heutiger Welterfahrung suchen.

Röser, Johannes
Johannes Röser, geb. 1956, nach Studium der Theologie in Freiburg und Tübingen Journalist, seit 1981 bei CHRIST IN DER GEGENWART, seit 1995 Chefredakteur. Verfasser und Herausgeber zahlreicher Bücher.
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