Die Akte Verschickungskinder

Wie Kurheime für Generationen zum Albtraum wurden

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Alexandra Hauck
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borro medien gmbh, Bonn
In ihrem Sachbuch "Die Akte Verschickungskinder" schildert Hilke Lorenz mit großer Empathie die dramatischen Zustände und traumatischen Erlebnisse mehrerer Verschickungskinder. Sogenannte Kurheime für Kinder waren nach 1949 bis in die 1980er Jahre ein beliebtes Mittel, um Kinder, die nicht der Norm entsprachen "zu heilen".
Die Autorin gibt hauptsächlich den betroffenen Kindern, heute Erwachsenen, eine Stimme, um mit ihren Erlebnissen die Missstände aufzudecken und Erlebtes zu verarbeiten. Doch auch Erzieherinnen und Mütter geben aus ihrer Perspektive einen Einblick in die Machenschaften der Kurheime unter dem Deckmantel des Gesundheitssystems.

Immer wieder hatte ich beim Lesen einen großen Kloß im Hals und lege dieses sensible Buch deutscher Nachkriegsgeschichte jedem ans Herz!
 

Schätzungsweise acht Millionen Kinder wurden zwischen den 1950er- und 1980er-Jahren auf Anweisung von Ärzten in sogenannte Kindererholungsheime verschickt und kamen verstört oder traumatisiert zurück. Was viele Verschickungskinder dort erleben mussten, prägt sie bis heute: Heimweh, Einsamkeit, Zwang und Gewalt. Ihr Schicksal war lange tabu. Es ist Zeit, die Tür in die Vergangenheit weit aufzumachen: Wie war das möglich und wer war dafür verantwortlich?Die Historikerin und Journalistin Hilke Lorenz hat mit vielen ehemaligen Verschickungskindern gesprochen. Sie erzählt ihre Geschichten und geht ihren Hinweisen nach. Manche Erinnerungen sind lückenhaft, sind manchmal mehr ein Gefühl oder eine Vermutung als Gewissheit. Viele Erwachsene sprechen zum ersten Mal über ihre Erfahrungen und fangen gerade erst an zu begreifen, welchen Einfluss die Wochen und Monate der Kinderkur auf ihr weiteres Leben hatten. Was Hilke Lorenz darüber hinaus in den Archiven findet, schockiert. Dabei geht es n
icht nur um die NS-Erziehungsmethoden, die durch die Kontinuität des Personals fortgeführt wurden. Ihre Recherchen decken auch das profitable Geschäft auf, das mit dem Verschicken von Kindern gemacht wurde, und in das Ärzte, Heimbetreiber, Krankenkassen und Verbände involviert waren.

Lorenz, Hilke
Hilke Lorenz, geboren 1962, hat sich in mehreren populären Sachbüchern u. a. »Kriegskinder - Das Schicksal einer Generation« (2003, Spiegel-Bestseller) und »Heimat aus dem Koffer« (2009) mit dem Einfluss von Kriegserlebnissen und totalitären Ideologien auf Kinder und die nachfolgenden Generationen beschäftigt. Sie ist Redakteurin bei der Stuttgarter Zeitung. Für ihren Artikel »Ausgeliefert« über die Verschickungskinder gewinnt sie den Diakonie Journalistenpreis Kategorie Print 2020.

»Dieses Buch müssen Sie lesen!« Stefanie Meinecke, SWR1, 17.02.2021 »Was für ein ergreifendes und wichtiges Buch. Jeder, dem an einer humaneren Gesellschaft gelegen ist, sollte es lesen!« Bas Kast, Bestsellerautor und Wissenschaftsjournalist »Hilke Lorenz schreibt mit 'Die Akte Verschickungskinder' in ihrer unnachahmlichen Diktion die Landkarte der vereisten Kindheiten weiter aus. Es geht um das Schweigen zwischen den Generationen, um Gewalt, Tabus, um acht Millionen Einsamkeiten.« Ines Geipel, Schriftstellerin und Publizistin »Das ist ein Mensch-Buch, das kann jeder lesen, um auch unsere Gesellschaft besser zu verstehen.« Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur - Das gemischte Doppel, 07.03.2021 »Hilke Lorenz ist für viele Betroffene der erste Mensch, der wirklich wissen will, wie war das damals.« Stefanie Meinecke, SWR1, 17.02.2021 »Selbst wer keine Kurverschickung erlebt hat, kann hier autoritäre Verhaltensmuster aus der eigenen Kindheit wiederentdecken. In zehn erzählerisch aufgebau
ten Episoden entsteht so ein spannendes Mosaik der Gesellschaft in der jungen Bundesrepublik.« Angela Kalisch, Pharmazeutische Zeitung, 18.02.2021 »Nach dem eindrucksvollen Plädoyer des Arztes Dr. Herbert Renz-Polster für einen vorurteilslosen, nicht ausgrenzenden Erziehungsansatz in seinem Vorwort gibt Lorenz zehn Kindern eine Stimme.« Andreas Babel, Cellesche Zeitung, 27.02.2021 »Ein erschütternder Bericht über ein verborgenes Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte! Hilke Lorenz gibt den Verschickungskindern eine Stimme, die dringend gehört werden muss.« Carola Krauße-Reim, sachbuch-couch.de, 05.03.2021
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