Begegnungen

Menschen, die meinen Lebensweg kreuzten

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medienprofile-Rezension

Erinnerungen an deutsch-jüdische Beziehungen nach 1945.
An zahlreichen Begegnungen mit jüdischen Freunden und Bekannten schildert der Historiker Julius H. Schoeps, wie diese sein Leben beeinflusst und bereichert haben und wie er dadurch seine eigenen Überzeugungen und Handlungsweisen reflektieren konnte. Im Zusammentreffen mit sehr unterschiedlichen Personen, die fast alle der Generation der Überlebenden des Holocaust oder der rechtzeitig vor dem NS-Terror aus Deutschland Geflohenen angehören, steht letztlich die in die Zukunft gerichtete Frage, ob es Wege gibt, den Antisemitismus hierzulande und weltweit zu bekämpfen, und wie diese dauerhaft umgesetzt werden können. Die einzelnen Begegnungen, die die Gesamtproblematik - den einzelnen Lebensläufen entsprechend - aus ganz verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Schwerpunkten aufgreifen, zeigen einerseits die große Schwierigkeit, mit dem Wissen um die Shoah wieder in Deutschland leben zu können, andererseits aber gerade bei den in Israel Lebenden das starke Bedürfnis, die Bindungen zu ihrer alten Heimat aufrecht zu erhalten. Dass diese persönlichen Erfahrungen wegen des Ablebens der letzten Zeitzeugen, antisemitischer Tendenzen, eines aufkommenden muslimischen Antisemitismus, der Kontinuität verbreiteter Vorurteile auch nach 1945, der verschwundenen Tradition deutschen Judentums, wissenschaftlicher und politischer Kontroversen sowie fehlender Dialogbereitschaft zwischen Juden und Christen auch weiterhin einen Platz im Bewusstsein der Öffentlichkeit erhalten, ist Thema, Anliegen und zugleich Mahnung diese Buches. - Allgemein zu empfehlen!

Jede Biographie ist von Begegnungen mit anderen bestimmt, die einen geprägt, gefordert, gefördert oder in Abgrenzung gebracht haben. Der Historiker Julius H. Schoeps geht in diesem Buch seinen Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen nach, mit Ignatz Bubis und Heinz Galinski, Schalom Ben-Chorin, mit Daniel Goldhagen, Philipp Auerbach, Marianne Awerbuch, Uri Avnery und anderen. Jeder von ihnen steht für ein Kapitel, für ein Moment der deutsch-jüdischen Geschichte nach 1945, für die gescheiterte Rückkehr nach Deutschland, den Aufbau von Strukturen jüdischen Lebens in diesem Land, die Erforschung der Shoah, den christlich-jüdischen Dialog, die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland. Jede dieser Begegnungen wirft ein Schlaglicht auf Wechselfälle, Episoden, Konflikte, auf Veränderungen, auf Wendungen zum Guten wie Schlechten im Zusammenleben von Juden und Deutschen in den letzten sechs Jahrzehnten, von damals bis heute.

Schoeps, Julius H.
Julius H. Schoeps, geboren 1942 in Djursholm/Schweden, ist ein namhafter Historiker. Nach einer Verlagstätigkeit war er von 1974 bis 1992 Professor an der Universität Duisburg und gründete dort das Salomon-Ludwig-Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte. Von 1992 an war er Professor an der Universität Potsdam und seit 1992 Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien, 1993 Gründungsdirektor des Jüdischen Museums in Wien. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze veröffentlicht, zuletzt eine Biographie der Familie Mendelssohn (2009) und seine Autobiographie Mein Weg als deutscher Jude (2003).
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