Bakhita

Roman

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 Borromäusverein e.V.
Als fünfjährige aus ihrem sudanesischen Dorf geraubt, auf dem Sklavenmarkt mehrmals zur Schau gestellt und verkauft, wird Bakhita immer wieder seelisch und körperlich missbraucht. Erst, als der italienische Konsul von Khartum, Michieli sie kauft und mitnimmt nach Italien, bessert sich ihre Lage. Michielis von Tot- und Fehlgeburten heimgesuchte Frau nimmt es hin, dass Bakhita ihrer neugeborenen Tochter zur eigentlichen Mutter wird. Als die Michielis für ein Jahr in den Sudan zurückkehren, lebt Bakhita im Canesianerinnen-Kloster von Venedig. Dort will sie Nonne werden - doch die Michielis wollen sie nicht gehen lassen. Erst nach einem Gerichtsverfahren ist Bakhita frei, dort einzutreten. Aber auch im Kloster muss sie gehorchen. Nachdem sie Venedig verlassen und im Kloster von Schio immer wieder neue Tätigkeiten übernehmen muss, erzählt sie ihre traumatische Geschichte, die sofort vermarktet wird. - Véronique Olmi erzählt spannend vom Leben dieser Frau, die Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen wurde. Vor dem Hintergrund sozialer und politischer Strukturen erfahren die Erlebnisse der Protagonistin durch die im Präsens gehaltene Erzählweise und bildliche Sprache erschütternde Unmittelbarkeit. Die durchweg sensibel gezeichneten Figuren runden die überzeugend geschriebene Lebensgeschichte ab. Adelgundis Hovestadt

(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusverein e.V. als Roman des Monats Januar 2020)
 

Sieben Jahre alt ist Bakhita, als sie aus ihrem Dorf im Sudan entführt wird. Damals heißt sie noch anders, doch die Erinnerung an ihren Namen verblasst mit jedem Jahr, in dem sie verschiedenen Herren dienen muss. Die Freundschaft mit Binah ist ihr in dieser Zeit der größte Halt, obwohl das Mädchen nicht Bakhitas Sprache spricht. Als ein italienischer Konsul Bakhita kauft, erkennt die junge Frau ihre Chance, das Schicksal zu wenden: Sie setzt alles daran, mit ihm nach Italien zu kommen. Hier hört sie erstmals von Jesus Christus und beschließt, dem "gekreuzigten Sklaven" als einzigem Herrn zu dienen. Doch selbst als die Menschen sich an den Anblick der schwarzen Nonne gewöhnen, stehen die Spuren der Vergangenheit Bakhita ein Leben lang auf den Körper geschrieben und erinnern sie an die Familie, die sie hinter sich lassen musste.

Josephine Bakhita (1869-1947) wurde von Johannes Paul II. heiliggesprochen. Véronique Olmi zeichnet das ergreifende und zugleich erhebende Porträt einer Fr
au, der es gelingt, allen Härten zum Trotz ihr eigenes und das Leben anderer zu retten.

Olmi, Véronique
Véronique Olmi wurde 1962 in Nizza geboren und lebt heute in Paris. Die ausgebildete Schauspielerin hat zahlreiche Theaterstücke verfasst und ist eine der bekanntesten Dramatikerinnen Frankreichs. Ihre Romane sind internationale Bestseller, so z. B. Das Glück, wie es hätte sein können. Bakhita wurde in Frankreich von der Presse hochgelobt und war ein großer Verkaufserfolg.

Steinitz, Claudia
Claudia Steinitz übersetzt seit dreißig Jahren Literatur aus dem Französischen, unter anderem von Albertine Sarrazin, Virginie Despentes und Véronique Olmi.

"Ein wichtiger, interessanter Text über das Leben einer Frau, an deren Schicksal sich auch das Verhältnis der Europäer zu Afrika zeigen lässt." Dirk Fuhrig Deutschlandfunk Kultur, 11.12.2019
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