Ashoka

Indiens philosophischer Kaiser

  • Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag am 23.09.2024.
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Ein Kaiser, dem der eigene Krieg so an die Nieren geht, dass er alles versucht, um künftige zu verhindern, sie gar verbietet? Sie bekämpft, mit ethisch-moralischen Mitteln? Es gibt wenige Persönlichkeiten, die für die Geschichte Südasiens wichtiger gewesen wären als Kaiser Ashoka, der über ein größeres Gebiet herrschte als je ein anderer auf dem indischen Subkontinent vor den Briten. Dabei versuchte er nicht nur, sein Territorium zu beherrschen, sondern die Menschen seines höchst heterogenen Reichs zu vereinen: durch einen Personenkult, vor allem jedoch durch den Kult einer Idee - des Dharma als Dreh- und Angelpunkt einer neuen moralischen Ordnung. Diese neue Moralphilosophie sollte aber nicht nur von den Menschen seines Reiches, sondern auch von Herrschern und Völkern anderer Länder verinnerlicht werden als Grundlage für Ashokas Theorie der internationalen Beziehungen, nach der die Ausübung des Dharma zum Ende internationaler Konflikte führen würde.In seinem hochgepriesenen Buch
stützt sich Patrick Olivelle auf Ashokas Inschriften sowie auf die Kunst und Architektur, die er entwickelt hat, um Mythos von Historie zu trennen und ein detailliertes Bild von diesem Ausnahmekaiser zu zeichnen: als Herrscher, Buddhisten, Moralphilosophen und Ökumeniker, der ein riesiges multiethnisches, mehrsprachiges und multireligiöses Reich regierte und vereinte.

Patrick Olivelle, geboren in Sri Lanka, lehrte an der Universität von Texas in Austin. Er ist ehemaliger Präsident der American Oriental Society und wurde in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Olivelle erhielt 2016 die Ehrendoktorwürde der University of Chicago, 2017 den Preis der Fondation Colette Caillat des Institut de France, 2011 den Career Research Excellence Award der University of Texas in Austin und 1996 das Guggenheim-Stipendium. Er ist Autor von über dreißig Büchern, von denen einige von der American Academy of Religion und der Association of Asian Studies ausgezeichnet wurden.
Axel Michaels, Seniorprofessor für Klassische Indologie an der Univ. Heidelberg, wurde u. a. mit dem Lautenschläger-Forschungspreis ausgezeichnet. 2001-12 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs »Ritualdynamik«, 2007-17 Gründungsdirektor des Exzellenzclusters »Asia and Europe in a Global Context«. Michaels ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, wo er seit 2014 das Forschungsprojekt »Religions- und rechtsgeschichtliche Quellen des vormodernen Nepal« leitet. Bei Kröner erschienen: 'Kultur und Geschichte Nepals' (2018) und 'Die Autonomie des Rituals' (2023).
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