Als Gott einer von uns wurde

Gedanken zur Weihnachtsbotschaft

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 Borromäusverein e.V.
Einer von uns: Gedanken zur Weihnachtsbotschaft aus Sicht der Armen und Benachteiligten.
Weihnachten in Brasilien? Eine schweißtreibende Sache. Doch die äußeren Unterschiede in Temperatur und Jahreszeit kommen Erwin Kräutler belanglos vor angesichts der großen sozialen Unterschiede, die in Brasilien zu Weihnachten ganz besonders krass sichtbar werden. Während die einen ein Hochfest des Konsums feiern, gibt es bei den anderen kaum Geschenke, weil dafür kein Geld da ist. Dafür steht die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem und deren kirchliche Feier im Mittelpunkt des Festes. Aus der Perspektive der Armen und weniger Begüterten formuliert Kräutler seine "Gedanken zur Weihnachtsbotschaft". Entscheidend ist aus dieser Sicht, dass Gott durch die Geburt "Gott-mit-uns" geworden ist, dass er sich damit den Geringen, den Verachteten und Armen zugewandt hat. Aus dieser Zuwendung schöpfen sie Zuversicht und Lebensmut. Die kurzen meditativen Texte gehen jeweils von einem Vers aus den Schrifttexten der Weihnachtszeit aus und beziehen dessen Aussage auf den Alltag. So z.B. zu "Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt." (Joh 1,9): "Leuchte, du wahres Licht, / wenn wir nach dem Sinn des Lebens suchen, / wenn Sorgen uns plagen, / wenn wir Leid erfahren. [...] Glühe, du himmlisches Licht, / wenn wir für Recht und Gerechtigkeit eintreten, / wenn uns Schwestern und Brüder um Hilfe bitten, / wenn wir die Schöpfung und die Würde der Menschen verteidigen." Offen sprechen seine Texte soziale Probleme an, Jugendliche ohne Arbeit, die drogensüchtig werden, die Vertreibung indigener Völker, die Not kleiner Landwirte usw. Gleichzeitig sind sie voller Hoffnung und zeugen von großem Gottvertrauen, das aus dem Glauben an den "Gott-mit-uns" erwächst - und das zum Handeln anregt. "Weihnachten ist, / wenn wir Gottes Gegenwart erfahren / und an seine Liebe glauben. / Die Gewissheit, dass er bei uns ist, / verleiht uns die Kraft, trotz aller Rückschläge, / nicht mutlos zu werden, / für Gerechtigkeit einzutreten, / unsere Mit-Welt zu schützen / und das Leben und die Würde / aller Menschen zu verteidigen." Zwei längere Texte erzählen - leicht anekdotisch gefärbt -, wie Kräutler, der aus Vorarlberg stammt und bis 2016 Bischof von Xingu in Amazonien war, Weihnachten in Brasilien erlebt hat, in einem baufälligen Pfarrhaus und bei einem liebevoll inszenierten Krippenspiel mit einem besonderen Jesus-Kind. Seine "Gedanken zur Weihnachtsbotschaft" setzen mit ihrer Option für die Armen einen ganz eigenen, ebenso berührenden wie nachdenklich stimmenden Akzent in der Advents- und Weihnachtszeit. Der Tyrolia-Verlag veredelte diese ungewöhnliche Perspektive auf Weihnachten durch zweifarbigen Druck und einen Einband in Leinen. Eine wohltuend andere, völlig unsentimentale Sicht auf Weihnachten. Christoph Holzapfel


(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusvereien e.V. und dem Sankt Michaelsbund Diözesanverband München und Freising e.V. als Religiöses Buch des Monats Dezember 2017)

Weihnachten - Fest der Hoffnung für alle

Starke Texte von Amazonas-Bischof Erwin Kräutler

Ausgehend von persönlichem Erleben in seiner Diözese am Xingu in Amazonien und inspiriert von den biblischen Texten stößt Bischof Erwin Kräutler in diesem Buch zum Kern von Weihnachten vor: der Botschaft, dass Gott den Menschen nahe ist. Abgewiesen in den Herbergen, arm geboren in einem Stall, geflüchtet in ein fremdes Land, um den Todesschwadronen eines Tyrannen zu entgehen, sind Josef, Maria und Jesus den Menschen ähnlich, die heute abgedrängt, heimatlos und ausgeschlossen sind. Für sie will Jesus der angekündigte Immanuel sein, der Gott-mit-uns, der Frieden und Gerechtigkeit bringt.

"Lasst uns nach Betlehem gehen

und Kranke und Einsame trösten,

für Ausgegrenzte und Verfolgte eintreten

und Fremden eine Heimat bereiten."

Bischof Erwin Kräutler

Tipps:

Kurze, prägnante Texte, die zum Nachdenken anregen

Vom Träger des alternativen Nobelpreises und des Ehrenpreises des österreichischen
Buchhandels für Toleranz im Denken und Handeln

Religiöses Buch des Monats im Dezember 2017

Erwin Kräutler, 1939 in Koblach/Vorarlberg geboren, war »Wandermissionar« am Unteren Xingu und Amazonas; seit November 1980 ist er Bischof der flächenmäßig größten brasilianischen Diözese. Kräutlers Einsatz für die Rechte der indigenen Völker bringt ihm Diffamierung, Verfolgung, Angriffe und Todesdrohungen. Publikationen unter anderem: »500 Jahre Lateinamerika kein Grund zum Feiern«, Wiener Vorlesungen Band 15; »Kirche mit indianischem Antlitz eine Utopie?«, Wiener Vorlesungen Band 21; »Mein Leben ist wie der Amazonas. Aus dem Tagebuch eines Bischofs«.
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