Alice Littlebird

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Ingrid Knauf
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borro medien gmbh, Bonn
Grit Poppe hat mit "Alice Littlebird" einen beeindruckenden Jugendroman geschrieben. Es geht um das Schicksal von Alice und ihrem Bruder Terry, die ihren Eltern gewaltsam weggenommen werden und in sogenannten "Residential Schools" interniert werden. Das Ziel war "to kill the Indian in the Child". Den Kindern wird ihr Name genommen, Alice ist Nr. 47, ihr Bruder Nr. 12. Die Muttersprache ist verboten, nur Englisch ist erlaubt, es muss zu einem ihnen fremden Gott gebetet werden. Verstöße gegen die strengen Regeln werden von den Nonnen hart bestraft.
Erzählt wird die Geschichte aus einer personalen Erzählperspektive. Dies schafft eine gewisse Distanz, ohne dass die Erlebnisse der Geschwister zu detailliert geschildert werden. Doch den Geschwistern gelingt die Flucht aus der Schule und der Roman findet zu einem beruhigenden, versöhnlichen Ende.
Der Roman ist Abenteuerroman und gleichzeitig auch sozialkritisch und politisch. Die letzte dieser Schulen wurde erst im Jahr 1996 geschlossen.
 

Als Alice Littlebird, ein Mädchen aus dem Volk der Cree, von ihrer Familie getrennt wird und in die Black Lake Residential School kommt, verliert sie alles. Die Nonnen nehmen ihre Kleider weg und scheren ihr das Haar. Sie darf ihre Sprache nicht sprechen und muss mit Worten, die sie nicht versteht, zu einem Gott beten, den sie nicht kennt. Selbst den Namen nimmt man ihr: Alice Littlebird ist Nr. 47 und nur eines der Kinder, die sich abends in den Schlaf weinen. Ganz leise, denn Weinen ist verboten. Nicht einmal ihren Bruder Terry, der im Jungentrakt der Schule lebt, darf Alice sehen. Doch damit will sie sich nicht abfinden! Als sie in der rebellischen Shirley und der Köchin Elli zwei Vertraute findet, gelingt es ihr, Terry zu treffen und der hat längst einen Plan ausgeheckt: Er und Alice Littlebird werden fliehen!
Atemberaubend spannend erzählt Grit Poppe von einer riskanten Flucht. Alice und Terry sind erfunden, doch die Residential Schools zur Umerziehung der Kinder von Ureinwoh
nern Kanadas waren allzu lange traurige Realität. Mit einem Nachwort der Autorin.

Grit Poppe wurde 1964 in Boltenhagen an der Ostsee geboren. Sie studierte am Literaturinstitut Leipzig und war von 1989 bis 1992 Landesgeschäftsführerin für "Demokratie jetzt". Heute schreibt sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ihr Jugendroman "Weggesperrt" wurde u.a. mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher ausgezeichnet und ist inzwischen Schullektüre. Zuletzt erschien im Peter Hammer Verlag das Kinderbuch "Joki und die Wölfe". Die Autorin hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Potsdam.
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