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Roman

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Susanne  Steufmehl
Buchberatung
Sankt Michaelsbund
„Urosepsis mit Mulitorganversagen“ lautet die niederschmetternde Diagnose, die Rahel Walds Eltern nach dem Zusammenbruch der Tochter am Weihnachtsabend erhalten. Als Rahel nach neun Tagen aus dem Koma erwacht, weiß sie nichts mehr von den dramatischen Ereignissen, die sie auf die Intensivstation gebracht haben. Ihr Aufwachen gleicht einem Wunder, und ihr Herz ist so geschwächt, dass sie fast ein ganzes Jahr braucht, um wieder einigermaßen „die alte“ zu werden. Nun könnte man meinen, ein Roman über eine mühevolle Genesung in Krankenhäusern und Rehaklinik würde deprimieren, aber hier ist das genaue Gegenteil der Fall.  Anika Decker lässt ihre Heldin Rahel mit bissigem Humor, uneitler Selbstironie und einigen scharfen Attacken gegen das Gesundheitssystem erzählen und das bereitet – man traut es sich kaum zu sagen –  mitreißendes Lesevergnügen. Besonders unterhaltsam und herzerwärmend ist die Beschreibung, wie liebevoll und felsenfest ihre unkonventionellen Eltern und ihr Bruder zu ihr stehen. Rahel Wald steht am Ende des Buches wieder auf der Seite der Gesunden, aber sie verspricht, die auf der anderen Seite – die Kranken – niemals zu vergessen.
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 Borromäusverein e.V.
Am Heiligen Abend wird Rahel Wald von ihren Eltern mit starken Schmerzen in die Notaufnahme gebracht. Viel mehr weiß die Mittdreißigerin nicht mehr, als sie nach neun Tagen aus dem Koma erwacht. "Urosepsis mit Mulitorganversagen" lautet die niederschmetternde Diagnose, ihr Herz ist stark geschädigt, kein Muskel gehorcht ihr mehr und es kommt einem Wunder gleich, dass sie überhaupt wieder bei Bewusstsein ist. Fast ein ganzes Jahr benötigt die Drehbuchautorin, bis sich ihr Körper wieder soweit erholt hat, dass sie wieder "normal" am Leben teilnehmen und arbeiten kann. Auf diesen mühevollen Genesungsprozess nimmt sie die Leserinnen und Leser mit, gibt Einblicke in den Alltag von Patienten in Krankenhäusern und Rehakliniken und schildert die finanziellen und sozialen Probleme, die eine solche Langzeiterkrankung nach sich zieht.
Anika Decker ist ihrerseits eine sehr erfolgreiche Drehbuchautorin ("Keinohrhasen"), und es ist ihr nahezu filmreif gelungen, Rahels Geschichte nicht, wie man es erwarten könnte, deprimierend zu erzählen, sondern mitreißend unterhaltsam. Rahels bissiger Humor, ihre uneitle Selbstironie und einige scharfe Attacken gegen das Gesundheitssystem machen die Geschichte genauso glaubwürdig und herzerwärmend wie die Beschreibung ihrer etwas verrückten, aber liebevollen Eltern, die wie ein Fels in der Brandung zu ihr halten und sie in jeder Phase unterstützen. Rahel Wald steht am Ende des Buches wieder auf der Seite der Gesunden, aber sie verspricht, die auf der anderen Seite - die Kranken - niemals zu vergessen.
Eindringliche Empfehlung für diese unkonventionelle Geschichte einer schweren Erkrankung mit Happy End. Susanne Steufmehl

(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusverein e.V. als Roman des Monats Oktober 2019)

"Anika Decker hat den Durchblick! Beinhart komisch, liebevoll bissig, zum Heulen melancholisch erzählt sie mit großer Liebe über dieses merkwürdige und unberechenbare Wesen: den Menschen." Iris Berben

"Zum ersten Mal sehe ich mich im komplett im Spiegel. Ich bin dünn und bucklig, meine Muskeln sind verschwunden, meine Haut ist gelb von der angeschlagenen Leber. Irgendjemandem sehe ich ähnlich. Wem denn nur? Dann fällt es mir ein: Ich sehe aus wie Mr. Burns von den Simpsons! Immerhin noch Körbchengröße C. Ihr seid die echten Survivor!"

Als Rahel Wald aus einem heftigen Fiebertraum erwacht, versteht sie erst mal gar nichts. Wo ist sie, warum ist es so laut hier, was sind das für Schläuche überall. Nach und nach beginnt sie zu verstehen: Sie ist im Krankenhaus, sie lag im Koma. Doch richtig krank sein, hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt: feierlicher, ja, heiliger. Als Komödienautorin kennt sich Rahel durchaus mit schrägen Figuren und absurden Situationen aus, aber so eine
Reise von der anderen Seite zurück ins Leben ist dann doch noch mal eine eigene Nummer. Vor allem, wenn der Medikamentenentzug Albträume und winkende Eichhörnchen hervorruft. Zum Glück kann sie sich auf die bedingungslose Unterstützung ihrer verrückten Familie verlassen, die immer für sie da ist. Und noch etwas wird Rahel immer klarer: Ihr Leben ist viel zu kostbar, um es nach fremden Erwartungen auszurichten. Von jetzt an nimmt sie es selbst in die Hand.

"Wäre ich ein Mensch, hätte ich beim Lesen mehrfach geweint. Ein großartiges Buch. Berührend und lustig, albern und unendlich traurig." Sibylle Berg

"Was war das für eine Freude, Dein Buch zu lesen - ich habe laut gelacht und ins Papier geweint." Katja Riemann

"Das ist die Chronologie von zwei Kämpfen. Der Kampf um das Überleben und der Kampf um die eigene Unabhängigkeit. Hart und mutig und traurig und schön." Helene Hegemann

"Voller Kraft und Klarheit, voller Emotionalität und mit ihrem unvergleichlichen Humor nimmt uns Anik
a Decker mit auf eine sehr berührende Reise." Alexandra Maria Lara

"Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen Anika Decker hat ihr Leben lang die blumige, verschnörkelte, schonungslos entlarvende orientalische Literatur studiert, so sehr geht Rahels Geschichte unter meine Haut. Ich wollte mal drüberfliegen und gucken, was Anika so geschrieben hat, und stelle nach einer Stunde fest, dass mein Flat White längst kalt ist. So fesselnd, berührend und witzig, den Flat White schuldest du mir trotzdem." Numan Acar

"Anika Decker und mich verbindet die Liebe zum Erzählen von Geschichten. Ihr erster Roman ist berührend, unterhaltsam und klug. Lacht laut und heult leise!" Bora Dagtekin

"Puh. Und wow. Und puh. Und hahahaha. Und autsch. Und oh Mann, oh Mann, oh Mann. Wie sehr hast Du mich gerade mit deinem Wahnsinns-Buch im schweigenden Zug zum Lachen gebracht. Könntest Du nicht so gut schreiben, hätte ich die ganze Zeit durchgeheult! Danke!" Palina Rojinski

Decker, Anika
Anika Decker, geboren 1975 in Marburg, lebt und arbeitet als Drehbuchautorin und Regisseurin in Berlin. 2007 gelang ihr mit ihrem Drehbuchdebüt Keinohrhasen der Durchbruch, der Film zählt zu den 15 erfolgreichsten deutschen Filmen aller Zeiten. Danach folgte das Drehbuch zu RubbeldieKatz, was auch ein großer Publikumserfolg war. 2015 debütierte Anika Decker als Regisseurin, der Film Traumfrauen nach eigener Vorlage war eine der erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres. Darauf folgte ihre zweite Regiearbeit High Society, die auf Anhieb auf Platz eins der Kinocharts landete. Wir von der anderen Seite ist Anika Deckers erster Roman.

"Zwischen den Pointen hat Anika Decker einiges an Schmerz und Reflexionen versteckt.", DER SPIEGEL, Claudia Voigt, 20.07.2019
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