Rico, Oskar und das Herzgebreche

Empfohlen von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden (FBW): Prädikat besonders wertvoll. Für Hör- und Sehgeschädigte geeignet. 91 Min.

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medienprofile-Rezension

Hinter dem Bingospiel steckt eine kriminelle Bande - Oskar und Rico heften sich an die Spur der Handtaschen-Mafia. (FSK: ab 0)
Der zehnjährige "tiefbegabte" Rico und sein gleichaltriger Freund, der hochintelligente Oskar, spüren dem Rätsel um Ricos Mutter nach, die beim Bingo-Spiel schummelt und in dunkle Geschäfte verwickelt zu sein scheint. Ebenso spannende wie amüsante Fortführung der Erlebnisse der beiden ungleichen Freunde aus der Romantrilogie von Andreas Steinhöfel als Mischung aus Krimi und Milieubeschreibung. Mitunter mit mehr Klamauk und etwas weniger Fingerspitzengefühl inszeniert als der erste Teil, punktet der Film erneut durch seine ernsthafte Einlassung auf die Gefühle seiner kindlichen Hauptdarsteller. - Sehenswert.

Rico (Anton Petzold) und Oskar (Juri Winkler), die kleinen großen Helden, sind wieder da, und ein neues spannendes Abenteuer erwartet die beiden unzertrennlichen Freunde. Eigentlich gehört Oskar praktisch schon zur Familie, also zu Rico und seiner Mutter Tanja Doretti (Karoline Herfurth) in die Dieffe 93. Aber dieses Mal trägt Oskar keinen Helm mehr. Er hat sich eine Sonnenbrille besorgt, denn schließlich sind die beiden bei ihrem neuen Fall inkognito unterwegs. Beim wöchentlichen Bingo, das Ellie Wandbek (Katharina Thalbach) veranstaltet, stellen sie fest, dass bei der Vergabe der Gewinne geschummelt wird. Handtaschen, Boris (Moritz Bleibtreu) und die Mausefalle und jede Menge Herzgebreche. Rico und Oskar müssen sich nicht nur kriminalistischen Herausforderungen stellen, denn die Kessler-Zwillinge sorgen durch ihre Schwärmerei für weitere Verwirrung bei den Jungs. Mann, Mann, Mann. Aber wie Rico so schön erklärt: Sellawie.

Andreas Steinhöfel, geb. 1962 in Battenberg, Studium der Anglistik, Amerikanistik und Medienwissenschaften in Marburg. Tätig als Übersetzer, schreibt Drehbücher und rezensiert Jugendliteratur für die FAZ und DIE ZEIT. Zahlreiche Veröffentlichungen von Kinder- und Jugendbüchern mit nationaler und internationaler Auszeichnung. 2009 erhielt Andreas Steinhöfel den 'Erich Kästner Preis für Literatur', 2013 den 'Deutschen Jugendliteraturpreis'.
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