die verbrechen

Gedichte. Ausgezeichnet mit dem Orphil-Debütpreis 2022

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Nach ihrem Roman "Die Sommer" - der erste Gedichtband von Ronya Othmann

"wir werden die detonation rückwärts lesen." Die Wörter können viel im langerwarteten ersten Gedichtband Ronya Othmanns. Sie kennen keine Grenzen für Zeiten, Begehren und Nationen. Sie bergen und betrauern die verschütteten Geschichten des Lebens zwischen allen Konventionen und Kulturen. Widerständig und zugleich an jeder Stelle ungeschützt und intim tragen diese existenziellen Gedichte einen neuen Ton in die Gegenwart. Die menschenverachtenden Verbrechen der Welt und das pure Glück, die Fremde des eigenen Lebens und das nie endende Heimweh finden zusammen in all dem "wovon du weißt, wenn du deine augen schließt".

Othmann, RonyaRonya Othmann wurde 1993 in München geboren und lebt in Leipzig. Sie erhielt u.a. den MDR-Literaturpreis, den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, den Lyrik-Preis des Open Mike, den Gertrud-Kolmar-Förderpreis und den Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs. 2018 war sie in der Jury des Internationalen Filmfestivals in Duhok in der Autonomen Region Kurdistan, Irak, und schrieb bis August 2020 für die taz gemeinsam mit Cemile Sahin die Kolumne "OrientExpress" über Nahost-Politik. Seit 2021 schreibt sie für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Kolumne "Import Export". Bei Hanser erschienen zuletzt ihr Debütroman Die Sommer (2020), für den sie mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde, und die verbrechen (Gedichte, 2021).

"Es handelt sich um ein Werk von solch originärer Gestaltung, existenzieller Tiefe und berührender Ausdruckskraft, dass es sich fast verbittet, vom lyrischen Debüt zu sprechen - es sei denn, um über diese Tatsache zu staunen. [...] In der traditionell als subjektiv geltenden Gattung Lyrik setzt Othmann gerade nicht beim 'Ich' an. Sie wählt für die meisten Gedichte ein lyrisches Du und damit eine höchst variable Form der Ansprache, die über das Selbstgespräch hinaus kollektive Erinnerungsarbeit leistet. Dass das Ich ein anderer sein kann und umgekehrt, macht das universalistische Programm dieser Texte aus. Daraus ist einiges zu lernen." Philipp Böttcher, taz, 19.02.2022

"Von knappen einstrophigen Gedichten bis hin zu beeindruckenden Langpoemen beherrscht Othmann eine weite Palette der Formsprachen, um die hauchzarte Zerbrechlichkeit ihrer Verse mit einer lebenspulsierenden poetischen Sprache auszubalancieren [...] Jenseits der Formenlehregewinnen Othmanns intime Ferngespräch
e der Flucht und Vertreibung beeindruckende Facetten ab." Christian Metz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2022

"Die Fixierung auf Wahrnehmungsnuancen verleiht den Versen ihre sensorische Fülle. Hier erlebt man nicht nur das an- und abschwellende Licht auf den trockenen Feldern, sondern auch 'ein zucken in den halmen' oder den Geschmack des 'lösstoffs im tee'." Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung, 30.10.2021

"Wer die durch und durch reifen Gedichte auf sich wirken lässt, dürfte sie kaum als Teil eines poetischen Erstlings ansehen. Sie sind filigran, schonungslos ehrlich und virtuos durchkomponiert. Sie bergen das Ticket für eine Reise in eine melancholische Seelenlandschaft." Björn Hayer, Berliner Zeitung, 28.10.2021

"Othmanns Texte belegen über Gattungsgrenzen hinweg eine tiefschürfende Auseinandersetzung mit Vertreibung, Flucht und Heimweh, mit Repressionen und Massakern an Minderheiten weltweit. Aus ihrer Familiengeschichte hat sich, so scheint es, eine
Art Lebensthema herausgebildet, an das sie genreunabhängig mit hohen ethischen Ansprüchen herangeht. [...] Mit 'die verbrechen' hat Ronya Othmann einen poetischen Coup von internationaler Größenordnung gelandet." Alexandru Bulucz, Deutschlandfunk Büchermarkt, 25.10.2021
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