Alle für Anuka

  • Nachdruck. Erscheint laut Verlag im 2. Quartal 2021.
12,90 €
medienprofile-Rezension

In einem Ferienclub solidarisieren sich einheimische und Gastkinder, damit drei von ihnen die überlebensnotwendige Stelle behalten können.
Philip, ein schüchterner, unsportlicher Junge, macht mit seinen häufig streitenden Eltern Urlaub im PalmenClub. Er findet es zwar komisch, dass hier so viele Kinder arbeiten, denkt aber nicht wirklich darüber nach. Anuka ist im Club eine der "Schönmacherinnen", der Mädchen also, die mit ihrer Dienstbarkeit den Urlaub der Gäste angenehm machen sollen. Eines Tages wird ihr jüngerer Bruder schwer krank und sie muss sich um ihn kümmern, auch wenn Wegbleiben den Verlust des Arbeitsplatzes bedeutet. Als eine Kollegin sie unterstützt, bemerkt die Chefin deren Fehlen. In einer beispiellosen Aktion solidarisieren sich die Gastkinder mit den arbeitenden Kindern, um einer von ihnen die Stelle zu sichern. - Abwechselnd, gekennzeichnet durch unterschiedliche Schriftfarben, schildert die Autorin den Alltag und die Sorgen des deutschen Jungen und des einheimischen Mädchens. Ihr Stil bildet im "Ton" kindlicher Selbstverständlichkeit perfekt die ganze Wucht der Ungerechtigkeit, des kranken Systems, der unwürdigen Bedingungen und der tiefen Not eines Kindes ohne Eltern ab. Die Lösung, die sie bietet, ist durchaus glaubwürdig. Leser, die selbst schon Cluburlaub erlebt haben, werden sich vermutlich wieder erkennen - und sich dafür schämen??? - Spannend zu lesende Literatur mit Botschaft!

Wie jedes Jahr verbringt Philip die Ferien im PalmenClub. Dort ist es herrlich. Und er sieht Anuka wieder! Doch die elfjährige muss jeden Tag früh aufstehen, ihre Brüder wecken und zur Arbeit gehen. Denn sie gehört zu denen, die Urlaubern wie Philips Familie ihre Ferien erst so angenehm machen. Jetzt ist aber ihr kleiner Bruder Stefane krank und Anuka ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Arbeit, bei der sie pünktlich zu erscheinen hat, und dem fiebernden Stefane. Als dann auch noch Valencia, die ihr hilft, ihre Arbeit verliert, ist klar: Das lassen sich die Kinder nicht gefallen! Ein Buch über Armut und Ungerechtigkeit - aber auch darüber, was Freundschaft und Solidarität bewirken können. Wie jedes Jahr verbringt Philip die Ferien im PalmenClub. Dort ist es herrlich. Und er sieht Anuka wieder! Doch die Elfjährige muss jeden Tag früh aufstehen, ihre Brüder wecken und zur Arbeit gehen. Denn sie gehört zu denen, die Urlaubern wie Philips Familie ihre Ferien erst so angenehm machen
. Jetzt ist aber ihr kleiner Bruder Stefane krank und Anuka ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Arbeit, bei der sie pünktlich zu erscheinen hat, und dem fiebernden Stefane. Als dann auch noch Valencia, die ihr hilft, ihre Arbeit verliert, ist klar: Das lassen sich die Kinder nicht gefallen! Ein Buch über Armut und Ungerechtigkeit - aber auch darüber, was Freundschaft und Solidarität bewirken können.

Annette Pehnt, geboren 1967, studierte und arbeitete in Irland, Schottland und den USA. Heute lebt sie als freie Autorin in Freiburg und lehrt dort an der Pädagogischen Hochschule. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. 2008 wurde Annette Pehnt mit dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet, 2009 erhielt sie den Italo-Svevo-Preis, im Jahr 2012 wurde sie mit dem Solothurner Literaturpreis geehrt.
Jutta Bauer, geb. 1955 in Hamburg, studierte an der dortigen Fachhochschule für Gestaltung. 2009 erhielt sie im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises den Sonderpreis für das Gesamtwerk Illustration. Im Jahr 2010 gewann sie den Hans-Christian-Andersen Preis.

"Pehnt beschreibt die Verhältnisse in dem Urlaubsparadies mit grimmiger Ironie. ... 'Alle für Anuka', in der lakonischen Sprache der kindlichen Helden formuliert, beginnt mit hartem Realismus und wendet sich ins Märchenhafte." Christian Schröder, Der Tagesspiegel, 02.03.17

"Eine Geschichte über Kinder, die ihre Sache gut machen, und damit ein Buch in bester Kästner-Manier - aber von heute." Hans ten Doornkaat, NZZ am Sonntag, 10.07.16

"'Alle für Anuka' spielt an einem erfundenen Urlaubsort und ist mit schönen Bildern illustriert. Die Autorin erzählt aus zwei Blickwinkeln eine Geschichte von starken Kindern, die sich nicht alles gefallen lassen." Agnes Sonntag, Dein Spiegel, 23.06.16

"Die psychologisch nuancierten Schilderungen zählen zu den vielen Stärken dieses Buchs. Zu ihnen gehören auch die Illustrationen von Jutta Bauer, die die Figuren noch weiter über die üblichen Klischees hinausheben, als es der Text schon leistet." Matthias Heine, Die Welt, 19.03.16<
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"Mit Anuka schafft die Autorin eine Figur, die aus zwei Blickwinkeln beleuchtet, aufrichtig und dynamisch hervortritt." Claudia Theiner, Das Südtiroler Wochenmagazin, 25.08.16

"Die Geschichte sorgt selbst bei Erwachsenen für Gänsehaut ... hochpolitisch." Antje Ehmann, Goethe-Institut, 14.10.16
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