Das Geheimnis des Galiläers

Ein Nachtgespräch über Jesus von Nazaret

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 Borromäusverein e.V.
Herr Westerkamp ist wieder da! Im letzten Jahr hatte er sich wegen des ihm zunächst unverständlichen Wunsches seiner Tochter, zur Erstkommunion zu gehen, in zahlreichen Briefen an den Theologen Gerhard Lohfink gewandt mit der Bitte, ihm die Grundlagen des christlichen Glaubens zu erläutern - daraus entstand Lohfinks Buch "Der christliche Glaube erklärt in 50 Briefen". Und nun hat Herr Westerkamp, der durch diese Briefe selbst zum Glauben gefunden hat, auf der Reise zu einem Kongress in Südtirol einige Stunden Aufenthalt in München - eine wunderbare Gelegenheit zu einem ausführlichen Gespräch mit Gerhard Lohfink. Im Gepäck hat er etliche Fragen über Jesus von Nazaret und die Zuverlässigkeit der Evangelien, die von Jesu Reden und Handeln berichten. - Denn Herr Westerkamp wollte nach seiner eigenen Taufe gerne noch viel mehr über Jesus von Nazaret erfahren und hat sich dazu ein wenig bei der aktuellen Theologie umgesehen. Doch das hat ihn nicht in seinem Glauben bestärkt, im Gegenteil völlig entmutigt. Wer theologische Bücher über Jesus lese, bekomme den Eindruck, Jesus habe das, wovon die Evangelien berichten, niemals gesagt oder getan, alles sei im Grunde eine nachträgliche Erfindung einer christlichen Urgemeinde, beklagt sich Herr Westerkamp bei Gerhard Lohfink. Dieser beruhigt ihn jedoch: Theologie als Wissenschaft darf natürlich, muss vielleicht sogar alles anzweifeln, dass alles angezweifelt werden kann, heißt aber noch lange nicht, dass man nun nichts mehr glauben dürfe und es nicht auch gute Gründe gebe, den Evangelisten zu vertrauen. Trotzdem sei eine historisch-kritische Bibel-Exegese natürlich für einen Glauben, der sich auch vernunftmäßig rechtfertigen können muss, unerlässlich - und man könne daraus durchaus wichtige Erkenntnisse ziehen, die auch für den persönlichen Glauben bedeutsam und wertvoll sind. Lohfink ermutigt Herrn Westerkamp also zu einem "kritischen Vertrauen" in die überlieferten Evangelien. - In solch einem kritischen Vertrauen gehen sie gemeinsam die wichtigsten Fragen durch: Welche Jesus-Worte sind wohl authentisch und welche womöglich nachträgliche Zuschreibungen? Was ist an den Evangelien zuverlässiger historischer Bericht, was theologische Deutung des jeweiligen Evangelisten? Wie kann man den Sinn von Jesu Gleichnissen heute noch verstehen? Worin liegt die eigentliche Wahrheit in den Erzählungen über Jesus? Wie sind die enormen Spannungsbögen in der Verkündigung Jesu zu erklären? Dabei erfährt Herr Westerkamp einiges für ihn Neue und zum Teil auch Überraschendes. - Am Ende läuft alles auf die entscheidende Frage hinaus: Wie hat Jesus sich selbst verstanden? Was war sein Anspruch? Jesus redet nicht viel von sich selbst und eigentlich immer nur indirekt; er redet vor allem von der Gottesherrschaft - allerdings lässt er auch keinen Zweifel, dass diese jetzt, mit ihm gekommen ist. Jesus redet und handelt, als würde er selbst an der Stelle Gottes stehen - und das fordert die Menschen aufs äußerste heraus, damals wie heute. - Nach dem großen Erfolg seines Buches mit Briefen an die zwar nicht echte, aber doch sehr lebensecht gezeichnete und sympathische Familie Westerkamp hat sich Gerhard Lohfink wieder den interessierten Herrn Westerkamp als Gesprächspartner gewählt, um mit diesem in einem sehr dichten fiktiven Dialog die wichtigsten Fragen über das "Geheimnis des Galiläers" zu beleuchten. Die Gesprächsform mit Verständnisrückfragen, Ergänzungen oder Einsprüchen eignet sich dabei wirklich besonders gut, um auch komplexere Sachverhalte und Hintergründe gut verständlich und sogar spannend und unterhaltsam zu präsentieren. Im Vorwort wünscht sich der Autor, sein Buch möge vielen Menschen helfen, dem Geheimnis Jesu näher zu kommen. Das Potenzial dazu hat es in jedem Fall. Thomas Steinherr

(medienprofile-Rezension; ausgezeichnet vom Borromäusverein e.V. und dem Sankt Michaelsbund Diözesanverband München und Freising e.V. als Religiöses Buch des Monats September 2019)
 
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Stefan Kopsch
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Buchhandlung Paderborn, Paderborn
Schönheit und Wucht der Worte Jesu – eindrücklich vor Augen geführt
Wer war dieser Jesus wirklich, wie hat er sich selbst gesehen, was war sein Anspruch? Diesen Fragen geht der Tübinger Theologe Gerhard Lohfink in seinem neuen Buch nach. Ins Zentrum rückt er dafür die Worte Jesu selbst, spürt diesen nach, schlüsselt sie sorgsam und kenntnisreich auf. Er betrachtet dafür den historischen Kontext ihrer Entstehung und arbeitet rhetorische Kunstfertigkeit der Aussprüche und Gleichnisse Jesu heraus. Als Leser/in bekommt man so einen guten Eindruck darüber vermittelt, welch eine prägnante, raffinierte, anschauliche und bildgewaltige Sprache Jesus zu Gebote stand, um seine Zuhörerschaft zu fesseln. Gerhard Lohfink lässt jedoch ebenso deutlich werden, wie mahnend, provozierend, unbequem, anstößig, ja bisweilen revolutionär die Aussagen Jesu waren und zum Teil bis heute sind. In der Tat, Jesus fällte harte Worte und verwendete keinen Weichzeichner. Lohfinks neues Buch liest sich daher stellenweise wie ein Appell gegen die Verharmlosung Jesu.
Die klugen und stets gut nachvollziehbaren Auslegungen des Autors tragen mit Sicherheit zu einem besseren Verständnis Jesu bei, wenngleich letztendlich dann doch etwas von dem Geheimnis des Galiläers bewahrt bleibt. Und das ist auch gut so!
 

Zwei Menschen ringen um die Frage, was Jesus wollte und wer er war. Ihr Gespräch hat am Abend begonnen und zieht sich immer weiter hin - bis zum frühen Morgen. Es geht um den Anspruch Jesu. Wie hat er sich selbst verstanden? Als Weisheitslehrer? Als Prophet? Als eine Art Messias? Oder als viel mehr? Die Antwort können letztlich nicht irgendwelche Hoheitstitel geben, sondern vor allem das, was hinter den ureigenen Worten und Taten Jesu hervorleuchtet: das Geheimnis des Galiläers. Die knappen, scharfkantigen und oft provozierenden Worte Jesu, seine Gleichnisse und genauso seine Handlungen, Gesten und Zeichen, werden in diesem spannenden Buch neu ausgeleuchtet und erkundet. Neben der Frage nach dem wahren Anspruch Jesu geht es Gerhard Lohfink vor allem auch darum, die Wucht und Schönheit möglichst vieler Jesusworte vor Augen zu führen.

Lohfink, Gerhard
Gerhard Lohfink, geb. 1934, bis 1986 Professor für Neues Testament an der Universität Tübingen, lebt und arbeitet als Theologe in der Katholischen Integrierten Gemeinde.
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