Vom Ende einer Geschichte

Roman. Ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize 2011

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medienprofile-Rezension

Eine scheinbar unbedeutende kleine Erbschaft führt zu einer schmerzhaften Erkenntnis über einen Jahrzehnte zurückliegenden Selbstmord.
Wie trügerisch die Erinnerung sein kann, zeigt Julian Barnes in seinem schmalen Roman, für den er den renommierten Man-Booker-Preis erhielt. Tony blickt auf ein wenig aufregendes, aber befriedigendes Leben zurück. Ein guter Job, die Ehe zwar geschieden, aber immer noch eine freundschaftliche Beziehung zu Frau und Tochter, bescheidener Wohlstand, keine gesundheitlichen Probleme. Sein beschaulicher Alltag gerät durcheinander, als er eine unerwartete Erbschaft macht, die seine Erinnerung auf die Schulzeit zurücklenkt. Damals waren sie vier Freunde gewesen, wobei Adrian mit Abstand der klügste war. Er ging dann auch nach Cambridge, die Welt stand ihm offen, umso überraschender dann sein Selbstmord. Jahrzehnte später erbt Tony nun Adrians Tagebuch, jedoch weigert sich Veronica, die zuerst Tonys und dann Adrians Freundin war, den Text herauszurücken. Auch Tony gibt nicht nach, um schließlich herauszufinden, welch verhängnisvolle Rolle er damals spielte. - Ein bewegendes literarisches Meisterwerk, allen Büchereien sehr empfohlen. (Übers.: Gertraude Krueger)

Man Booker Prize 2011 für "Vom Ende einer Geschichte"
Wie sicher ist Erinnerung, wie unveränderlich die eigene Vergangenheit? Tony Webster muss lernen, dass Geschehnisse, die lange zurückliegen und von denen er glaubte, sie nie mehr hinterfragen zu müssen, plötzlich in einem ganz neuen Licht erscheinen.
Als Finn Adrian in die Klasse von Tony Webster kommt, schließen die beiden Jungen schnell Freundschaft. Sex und Bücher sind die Hauptthemen, mit denen sie sich befassen, und Tony hat das Gefühl, dass Adrian in allem etwas klüger ist als er. Auch später, nach der Schulzeit, bleiben die beiden in Kontakt. Bis die Freundschaft ein jähes Ende findet.Vierzig Jahre später, Tony hat eine Ehe, eine gütliche Trennung und eine Berufskarriere hinter sich, ist er mit sich im Reinen. Doch der Brief eines Anwalts, verbunden mit einer Erbschaft, erweckte plötzlich Zweifel an den vermeintlich sicheren Tatsachen der eigenen Biographie. Je mehr Tony erfährt, desto unsicherer scheint das Erlebte und
desto unabsehbarer die Konsequenzen für seine Zukunft.Ein Text mit unglaublichen Wendungen, der den Leser auf eine atemlose Achterbahnfahrt der Spekulationen mitnimmt.
"Wie Barnes allmählich die Selbstzensur in den Erinnerungen seines pensionierten Protagonisten Tony Webster bloßlegt, beweist seine ganze Meisterschaft." (Süddeutsche Zeitung)

Julian Barnes, 1946 in Leicester, England, geboren, arbeitete nach dem Studium moderner Sprachen als Lexikograph, dann als Journalist. Von Barnes, der zahlreiche internationale Literaturpreise erhielt, liegt ein umfangreiches erzählerisches und essayistisches Werk vor. 2016 wurde er mit dem "Siegfried Lenz Preis" ausgezeichnet. Julian Barnes lebt in London.
Gertraude Krueger, 1949 geboren, lebt als Dozentin und freie Übersetzerin in Berlin. Zu ihren Übersetzungen gehören u.a. Sketche der Monty-Python-Truppe und Werke von Julian Barnes, Alice Walker, Siri Hustvedt und Jhumpa Lahiri.

"Perfekt bis ins Detail." Neue Zürcher Zeitung 20111227
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