Wörter auf Papier

Aus d. Engl. v. Ingo Herzke
CARLSEN,KÖNIGSKINDER, 2014
Gebunden
288 S.
Abmessung: 145 mm x 210 mm x 31 mm
Ab 12
ArtikelNr.: 90-196497
MedienNr.: 578270
ISBN/EAN: 9783551560018
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Autobiografischer Jugendroman über einen Jungen, dem es gelingt, seinen Sprachfehler zu akzeptieren.
Memphis, 1959: Als der elfjährige Victor von seinem besten Freund gebeten wird, dessen Nebenjob als Zeitungsausträger während der Sommerferien zu übernehmen, erfüllt ihn die Aufgabe mit großer Nervosität. Jeden Freitag muss er bei den Abonnenten klingeln, um das Geld für die Zeitungen der Woche einzusammeln; doch Victor stottert beim Sprechen, manche Wörter scheinen ihm gar nicht zu gelingen, andere kann er nur mit sehr viel Mühe formulieren. In jenem Sommer aber verändert er sich durch die Herausforderungen des Jobs und die Begegnungen auf seinen Touren: Während er lernt, sich gegen die anderen Zeitungsboten durchzusetzen, vermittelt ihm der gebildete Mr. Spiro Selbstbewusstsein durch aufmerksames Zuhören und philosophische Weisheiten. Victor trifft auf einen taubstummen Jungen, mit dem er ohne Stottern durch seine Hände sprechen kann, zudem behauptet er sich in einem gefährlichen Konflikt mit einem kriminellen Müllsammler. Zu Beginn des Schuljahres kann sich der Elfjährige schließlich ohne Angst der neuen Klasse vorstellen und das Stottern als Teil seiner Persönlichkeit präsentieren. - Bemerkenswert an diesem Jugendroman ist, dass nicht etwa die Heilung des Sprachfehlers thematisiert wird, sondern die Akzeptanz desselben durch den Protagonisten. Das Erzählte beruht in großen Teilen auf den persönlichen Erlebnissen des Autors, was der Geschichte besondere Authentizität verleiht. Auch die sprachliche Gestaltung und die Einbindung der historischen Kulisse der amerikanischen Südstaaten zu Zeiten der Segregation sind sehr gelungen. In jedem Fall zu empfehlen.
Meine Seele stottert nichtVictor ist der beste Werfer von ganz Memphis. Nicht nur beim Baseball. Jede Zeitung, die er austrägt, landet perfekt auf der Veranda. Doch wenn Victor an Freitag denkt, wird ihm mulmig zu Mute. Dann muss er das Geld bei den Abonnenten einsammeln. Und das, wo er so sehr stottert, dass er kaum zwei Wörter hintereinander herausbringt.Der heiße Sommer 1959 bringt die seltsamsten Begegnungen mit sich. Da ist Mrs Worthington, die Kummer hat; der Fernsehjunge, der nie rauszugehen scheint; und der weise Mr Spiro, der Victor einen stotternden Dichter nennt.
Ingo Herzke lebt als Literaturübersetzer in Hamburg. Studium der klassischen Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow.
"Ein innen wie außen auffallend schönes Buch", DIE ZEIT, Brigitte Jakobeit, 09.04.2015 20151104