Der Große Krieg

Der Untergang des alten Europa im Ersten Weltkrieg. Ausgezeichnet im DAMALS-Buchwettbewerb in der Kategorie Erster Weltkrieg mit dem 3. Platz 2014

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Bewegende Darstellung der Geschichte des Ersten Weltkriegs.
Zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs drängen zahlreiche Neuerscheinungen über diese "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" auf den deutschen Buchmarkt. Auch der US-amerikanische Journalist und Publizist Adam Hochschild hat ein mitreißendes Buch über diese Zeit verfasst. Er schildert den für unsere Gegenwart so bedeutungsvollen Konflikt zwar vornehmlich aus britischer Perspektive und ohne wirklich neue Ergebnisse zu bieten. Dennoch lohnt sich die Lektüre dieses Buches, da es Hochschild in besonders eindringlicher Weise gelingt, seinen Lesern die Grauen dieses Krieges vor Augen zu führen. Besonders erschütternd sind die Schilderungen über die immer wieder befohlenen Angriffe, die überwiegend im feindlichen Maschinengewehrfeuer erstarben. So verlor die britische Armee alleine am ersten Tag der Schlacht an der Somme (Anfang Juli 1916) 21.000 Mann durch Tod und 36.000 Soldaten durch Verwundung. Wer Hochschilds Buch gelesen hat, weiß sich daher nicht nur gut über diesen Krieg unterrichtet, er ist auch tief berührt von der Sinnlosigkeit des Massensterbens. Eine gute Ergänzung zu großen Gesamtdarstellungen wie z.B. von Münkler (s.u.).
In einem spannenden Epos lässt Hochschild diesen Krieg, dessen Echo bis in unsere Zeit nachhallt, anschaulich, lebensnah und erschütternd wie nie zuvor lebendig werden. Er richtet seinen Blick auf das Kriegsgeschehen und die diplomatischen Verwicklungen der großen Mächte. Im Zentrum der Darstellung stehen nicht nur die prominenten Befürworter des Krieges (u.a. Rudyard Kipling,H. G. Wells, Conan Doyle und John Galsworthy); viele, wenig beachtete Kritiker und Gegner aus allen Schichten kommen zu Wort. Zahlreiche meisterhafte Porträts von Kaiser Wilhelm II., Kaiser Franz Joseph, den Romanows und der Generäle wie von Hindenburg, von Moltke, Ludendorff, French, Haig, Milner und des jungen Churchill runden das Panorama ab. Hunderte von Soldatenfriedhöfen säumen die Felder in Belgien und Frankreich; dort kamen Millionen Soldaten in dem Krieg ums Leben, der allen Kriegen ein Ende machen sollte. Gelingt es uns, die Wiederholung dieser Geschichte zu vermeiden?
Adam Hochschild, geb. 1942 in New York City, lehrt an der Graduate School of Journalism der University of California, Berkeley. Er lebt als Autor und Journalist in San Francisco und schreibt im 'New Yorker', in 'Harper's Magazine', 'The New York Review of Books', 'The New York Times Magazine', 'Mother Jones' u. a. m. Seine Bücher wurden in fünf Sprachen übersetzt und gewannen zahlreiche Preise, u. a. den Preis des World Affairs Council und der Society of American Travel Writers.
"Dem US-amerikanischen Journalisten Adam Hochschild gelingt ein beeindruckendes und vielschichtig gezeichnetes Zeitpanorama, indem er die Biographien von zahlreichen Zeitgenossen zu einem umfassenden Gesamtbild verwebt."Matthias Schmid, Das Historisch-Politische Buch, Juni 2014"Es überzeugt in dieser quellennahen Darstellung nicht zuletzt immer wieder die schockierende Anschaulichkeit, die einfühlsame Mitmenschlichkeit, mit der Hochschild die Opfer ins Blickfeld rückt."Christian Ruf, Dresdner Neueste Nachrichten, 9.3.2015"Hochschild stößt über die Fakten hinaus zu den Emotionen der Betroffenen vor - sehr zum Gewinn des Lesers."Damals, Dezember 2014"Der US-Publizist erzählt aus für uns ungewohnter, nämlich britischer Perspektive und anhand vieler bunt gemischter Biografien - leicht und dennoch sachlich, informativ, treffend."Tim Schleider, Stuttgarter Zeitung, 24.7.2014"Es ist eine Geschichte "von unten", die den vergeblichen Protest in der britischen Gesellschaft und das Leiden der einfachen Soldaten an der Front ins Zentrum stellt."Christian Hacke, Politische Studien, 5 6/2014"Aufwühlend ... Augenzeugenberichte und Porträts lassen ein selten lebendiges Werk entstehen."Geschichte, Mai 2014"Adam Hochschilds Buch zum Ersten Weltkrieg liefert eine fesselnde Lektüre."Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel, 5.3.2014"... prägnant und kompetent ..."Prof. Dr. Matthias Becher, Damals, März 2014"Dem Journalisten Adam Hochschild ist es in einzigartiger Weise gelungen, detailliert das Denken der europäischen Gesellschaften des frühen 20. Jahrhunderts zur Sprache zu bringen."Holger Zeigan, lehrerbibliothek.de, 26.8.2013
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