Der gestohlene Klimt

Wie sich Maria Altmann die Goldene Adele zurückholte

  • Sofort lieferbar
16,95 €
inkl. MwSt.
medienprofile-Rezension
Katalogisat
medienprofile-Rezension

Die Erbin von widerrechtlich enteigneten Kunstwerken bekommt nach Jahrzehnten ihr Eigentum zurück.
Im Fokus dieses bibliophilen Bändchens stehen einige Ölbilder Gustav Klimts, insbesondere dessen erstes Porträt der Adele Bloch-Bauer. Die sog. "Goldene Adele" oder auch "Mona Lisa Österreichs" war 1903 von Adeles Gemahl Ferdinand in Auftrag gegeben und 1907 fertiggestellt worden. Eine Absichtserklärung der 1925 verstorbenen Adele, "ihre" Klimt-Sammlung nach dem Tod ihres Gemahls der Österreichischen Galerie in Wien übergeben zu wollen, wurde gegenstandslos, als Ferdinand 1938 von den Nazis zur Flucht gezwungen und seines gesamten Besitzes beraubt wurde. Flucht und Enteignung widerfuhren auch Adeles Nichte Maria, verheiratete Altmann. Bemühungen der Erben nach dem Krieg von ihrem Exil USA aus um Rückgabe des rechtmäßigen Besitzes stießen weitgehend auf taube Ohren. Erst ab 1998 kann Maria Altmann, nun Alleinerbin, mithilfe des jungen Anwalts Randol Schoenberg, eines Enkels des Komponisten Arnold Schönberg, in diversen Prozessen das Blatt wenden: Sie geht bis vor das Höchste Gericht der USA und verklagt den Staat Österreich. In einem Schiedsspruch erhält sie 2006 die Klimt-Bilder zurück. Nach der Lektüre versteht man, warum Erben mit allen rechtlichen Mitteln Kunstwerke zurückfordern, die in der NS-Zeit ihren Vorfahren geraubt wurden, auch dann, wenn die Werke inzwischen integraler Bestandteil eines renommierten Museums geworden sind. Sehr empfehlenswert.

Mitten im Ersten Weltkrieg wird Maria Altmann in Wien in eine wohlhabende jüdische Familie hineingeboren. Ihre Tante, Adele Bloch-Bauer, ist gebildet, kunstsinnig, avantgardistisch und mehr als beglückt, als ihr Mann bei dem berühmten Maler Gustav Klimt ein Porträt von ihr in Auftrag gibt, das zum Auftakt zu einer feinen Sammlung von Klimt-Bildern wird. Sie geht bei dem Maler Gustav Klimt ein und aus, der 1907 ihr Porträt, das berühmte Bildnis der Goldenen Adele fertigstellt. Mit dem Einmarsch der Nazis wird der gesamte Besitz geraubt und den Bloch-Bauers bleibt von der einstmals großen Kunstsammlung buchstäblich nichts. Als sich die Erben nach 1945 um eine Rückgabe bemühen, sehen sie sich konfrontiert mit Lügen und Intrigen, die sie in ihrem vollem Ausmaß erst 50 Jahre später erkennen. Jetzt beschließt Maria Altmann mit fast 84 Jahren, den Staat Österreich von den USA aus zu verklagen, um die gestohlenen Klimt-Bilder zurückzubekommen. Gemeinsam mit dem jungen Anwalt Randol Schoen
berg beginnt sie den Kampf ihres Lebens. Es ist die unglaubliche Geschichte einer Frau, die sich nicht beirren lässt und am Ende diesen fast aussichtslosen Kampf gewinnt und Gerechtigkeit erfährt.

"Diese galante Frau bemühte sich um Gerechtigkeit, und es gelang ihr, sie zu bekommen. Sie ist eine Heldin." Ronald S. Lauder
Mehr von Elisabeth Sandmann

Wie sich Maria Altmann die goldene Adele wiederholte. Ungekürzte Lesung. 153 Min.
AUDIO POOL,BONNEVOICE , 2015
CD
  • Sofort lieferbar
15,95 €

45 Vorbilder fürs Leben. Mit einem Vorwort von Jutta Speidel
SANDMANN, MÜNCHEN , 2013
Gebunden
  • Sofort lieferbar
16,95 €

Wie sich Maria Altmann die Goldene Adele zurückholte
Insel Verlag
Kartoniert/Broschiert
  • Sofort lieferbar
10,00 €
  • Das könnte Sie auch interessieren