Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen

Gordischer Knoten oder ungeahnte Möglichkeiten?

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Pastorale Wege zur Begleitung von "wiederverheirateten Geschiedenen", aber auch von Eheleuten und Heiratswilligen.
Dieses Buch skizziert auf der Basis einer umfangreichen Gesamtschau des katholischen Eheverständnisses mögliche pastorale Wege zur Begleitung von Wiederverheiraten, aber auch von Eheleuten und Heiratswilligen. Diese Seelsorgeoptionen sind - wie vom Autor auch so gedacht - sicher diskutabel und nicht abschließend. In jedem Fall liefert der Autor eine sehr solide Darstellung der Lehre und des Glaubens der Kirche in Bezug auf die Ehe, sowohl in historischer und dogmatischer als auch biblischer und kirchenrechtlicher Sicht. Es werden u.a. die matthäische Unzuchtsklausel, die Aussagen und Hintergründe verschiedener Konzilien, Fragen der Moraltheologie und die orthodoxe Praxis dargestellt. Viel Wert legt der Autor dabei darauf, Unzulänglichkeiten aufzuzeigen, die man offensichtlich einigen Praktiken, Sichtweisen und theologischen Ausführungen vorhalten muss, wie z.B. Inkonsistenzen, einseitige Interpretation von biblischen oder anderen Texten oder einfach auch einem Mangel an belastbaren Daten in Bezug auf die aktuelle Situation von Eheleuten. Die Schlussfolgerungen und Ansichten des Autors sind gestützt von umfangreicher Literatur, die im Anhang angegeben ist. Wenngleich es der Lesbarkeit an einigen Stellen sehr gut getan hätte, Weiterführendes und Anmerkungen in Fußnoten statt im Text zu erläutern, ist das Buch auch für den interessierten Laien gut geeignet, der sich bei dem so wichtigen Thema der Ehe nicht mit oberflächlichen und vorschnellen Antworten zufriedengeben möchte. So kann das Buch auch einen wertvollen Beitrag zu einer Versachlichung und Niveauhebung der aktuellen Diskussionen bilden.

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Damit sind allen die Hände gebunden dem Brautpaar, der kirchlichen Öffentlichkeit, dem Amtsträger und der Kirche insgesamt. Oder doch nicht? Die Redebeiträge der Weltbischofssynode und Stellungnahmen im Weltepiskopat ebenso wie die Stimmen von Seelsorgern und Betroffenen gehen in ganz unterschiedliche Richtungen. Was sind die Themen, was die Argumente? Der Münchener Pastoraltheologe Andreas Wollbold gibt Orientierung in dieser schwierigen Diskussion. Er erläutert biblische, geschichtliche, dogmatische, moraltheologische, kirchenrechtliche sowie pastorale Fragen und disku-tiert, ob die Oikonomia der orthodoxen Kirche einen gangbaren Weg darstellt. Schließlich entwickelt er vier eigene Vorschläge zur Erneuerung der Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen.

Dr. theol. Andreas Wollbold, geboren 1960 in Saarbrücken, Studium in Trier, Rom, Poona (Indien) und München, Priesterweihe 1984; 1986-1997 Seelsorgetätigkeit, 1993 Promotion, 1997 Habilitation; 1997-2003 Professor für Pastoraltheologie und Religionspädagogik an der Theologischen Fakultät Erfurt, seit 2003 Professor für Pastoraltheologie an der Universität München.
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