Liebe Leserin, lieber Leser,
mit dem Leipziger Buchpreis 2010 wurde ein wichtiger Roman ausgezeichnet. Wichtig für die Geschichte unseres Landes. Wichtig für die Erinnerung an Entwicklungsprozesse in den Aufbaujahren unserer Republik, wichtig für die Vorstellungskraft der Nachwachsenden, wichtig für Vergleiche von Lebenserfahrungen unterschiedlicher Menschen. Georg Klein fasst in Worte, was eine Gruppe Jugendliche während der Sommerferien in ihrer Neubausiedlung erlebt. Er stellt Zusammenhänge zwischen den Erlebnissen der Jugendlichen, den Beziehungen ihrer Eltern, den Prägungen der Väter und Mütter in den Kriegsjahren, den sozialen Bedingungen der Menschen in der Siedlung her.
Nach wenigen Seiten schon wird der Leser gefangen, weil er rasch spürt, dass es hier nicht nur um einen fiktiven Text geht, sondern um einen Roman, der in sehr konkreten familiären Erfahrungen geerdet ist. Der Autor selbst bekannte bei der Leipziger Preisverleihung, dass er diesen Roman erst jetzt schreiben konnte, auch weil er keine Lebenden verletzen wollte. Eine überaus packende Lektüre, die sich gerade dann lohnt, wenn Sie in der Sommerzeit mehr Zeit und Ruhe haben, dem Gelesenen nachzugehen und nach eigenen Erinnerungen zu fragen.
Mit freundlichen Grüßen
Rolf Pitsch M.A.
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