Einkaufstag im Borromäushaus
Die Ansichtsbücherei im Borromäushaus ist für die Auswahl neuer Medien geöffnet. [mehr]
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weitere TermineLily Casey ist schon als kleines Mädchen mehr oder minder gezwungen, Verantwortung zu tragen. Das Leben auf einer Farm mit kargem Boden, abwechselnd von Dürren und gewaltigen Stürmen heimgesucht, ist äußerst schwer. Die Schule muss Lily abbrechen, da der Vater das Schulgeld verschwendet. Aber in der Zeit des Ersten Weltkrieges mangelt es an Lehrkräften und Lily wird mit 15 Jahren erstmals als Hilfslehrerin in einem weit entfernten Dorf eingesetzt. Diese Selbständigkeit will sie sich erhalten und hangelt sich von da an von Job zu Job. Eine Ehe mit einem Nichtsnutz von Mann scheitert kläglich, das macht sie aber nur noch härter. Ihre Ausbildung als Lehrerin, die sie nebenbei geschafft hat, bringt ihr eine gewisse Sicherheit. Stabilität bringt dann die Ehe mit einem zuverlässigen Mann. Aber das Leben ist hart, und Lily verdient gelegentlich beim Zureiten von Pferden und während der Prohibitionszeit durch den Verkauf von schwarzgebranntem Schnaps dazu. Ihre Kinder erzieht sie nach dem Motto “Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten”. - Die Autorin, die mit ihrem Erstlingsroman “Schloss aus Glas” (BP 05/935) einen ungeahnten Erfolg erzielte, schildert hier das Leben ihrer Großmutter. Sie lässt Lily Casey Smith ihre Lebensgeschichte in der Ichform erzählen. Das ist eine eindrucksvolle, bewegende, aber nie sentimentale Geschichte. Sehr gut, kurzweilig, unterhaltend, ansprechend. Breit einsetzbar und allen Büchereien empfohlen. (Übers.: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann)
Erwin Wieser0 Artikel Ansehen
Martina Ackermann
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